Kategorie: Jugend in Aktion/Erasmus+

  • Jugend in Aktion 2012

    STREETS OF EUROPE: CITY OF LOVE AND BROKEN DREAMS

    Am Donnerstag, den 12.Juli, 19.30 Uhr, findet im Theaterkeller Sindelfingen (Vaihinger Straße) ein ganz außergewöhnliches Kultur-Ereignis statt: Etwa 40 Jugendliche und ihre BegleiterInnen aus 6 Partnerstädten von Sindelfingen präsentieren in einer aufregenden Performance das Ergebnis ihres einwöchigen Theaterexperiments unter dem Titel STREETS OF EUROPE: CITY OF LOVE AND BROKEN DREAMS .

    Angeleitet werden sie dabei von den Regisseurinnen und Theaterpädagoginnen Anke Marx und Annette von der Mülbe. Das Ganze ist das dritte internationale Jugendkultur-Projekt von ISPAS und dem Europabüro der Stadt Sindelfingen, das von der EU im Rahmen von „Jugend in Aktion“ gefördert wird.

    Und so entstand die Performance: Die Jugendlichen hatten in ihren Heimatstädten mit Einwegkameras Fotos gemacht, auf denen sie festhielten, was ihnen in ihrer Stadt besonders gefällt und was sie abstößt. Eine Reihe dieser Fotos haben sie dann ausgewählt und daraus Theater-Geschichten entwickelt, die sie in dieser Projektwoche einander vorgespielt haben. Daraus ist nun als Abschluss ihrer Theaterarbeit diese Performance entstanden: Die Jugendlichen aus sechs Ländern zeigen ihre Hoffnungen, ihre Träume, ihre Gefühle von Liebe und auch von Hass. Nur selten hat man die Möglichkeit, das Leben, die Gedanken und Gefühle von Jugendlichen aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten in einer eigenen künstlerischen Gestaltung so hautnah miterleben zu können.

    Ihre Fotos kann man sich auch anschauen: Otto Pannewitz, Leiter der Galerie der Stadt Sindelfingen, hat sie mit seinem Team als Collagen auf großen Wänden rund um den Marktplatz im öffentlichen Raum angebracht.

  • Jugend in Aktion 2011

    Inhalt der Jugendbegegnung 2011 und methodische Umsetzung

    EuropART: Blickwinkel auf Europa

    Mit den Mitteln von Theater, Tanz, Kunst und Musik entwickeln Jugendliche aus unterschiedlichen Nationen über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg ihr gemeinsames Gesamtkunstwerk zum Thema Jugend in Europa 2011.

    Unser Projektvorschlag beinhaltet, das zentrale Thema EuropART: Blickwinkel auf Europa aufzuschlüsseln in eine Konfrontation mit Bildwerken, die zeigen, wie europäischen Künstlern der Moderne Themen wie z.B. Leben in der Natur, Leben in der Stadt, Beziehung Mann-Frau, soziale Auseinandersetzungen, Mensch und Technik, Auseinandersetzung mit dem Fremden usw. gestaltet haben, so z.B. in Werken von Otto Dix „Portrait der Marfried Hettner“, das eine Trauernde zeigt, oder von Volker Böhringer „Mensch und Maschine“, das die Bedrohungsängste durch die Technik thematisiert. Die Jugendlichen nehmen diese Bilder-Welten als Hintergrundsfolie für die Darstellung ihrer eigenen Lebenswelten, wobei es dabei nicht nur um die Gestaltung des Hier und Jetzt gehen soll, sondern auch um die Ausweitung der Perspektive in Richtung Zukunftsvisionen.

    Das Ganze ist nicht soziologisch, technologisch, wissenschaftlich angelegt, sondern „spielerisch“ bzw. kreativ. Nachdem sich die Jugendlichen in der Galerie der Stadt Sindelfingen einige Bilder ausgesucht haben, von denen ihnen Kopien zur Verfügung gestellt werden, verbringen sie in einem ersten Theater-Arbeitsschritt das Wochenende in einer Begegnungsstätte am Fuße der Schwäbischen Alb. In diesem Projektteil arbeiten die Gruppen zuerst in ihrem nationalen Zusammenhang. Die Jugendlichen nehmen die Bilder zum Anlass, Collagen oder Statuen zu bauen, aus ihnen heraus Geschichten zu entwickeln, in denen man die Bilder wiedererkennt. Sie können auch anders mit dem Bildmaterial umgehen, so können sie z.B. die Bilder mit einfachen darstellerischen und gestalterischen Mitteln vergrößern oder in ihren Relationen verzerren, Figuren und Gegenstände neu hinzuzufügen, eine tänzerische oder musikalische Kommentierung wagen – dies alles von ihrer heutigen nationalen bzw. kulturellen Standortbestimmung aus. Das Ergebnis ihrer Arbeit stellen sie sich dann gegenseitig als Performance vor und die zuschauenden Gruppen beschreiben im Anschluss an die Performance, was sie gesehen haben, bzw. was ihnen besonders positiv aufgefallen ist. Dieses Performance-Modell wurde bereits mehrfach mit internationalen Schülergruppen ganz unterschiedlicher sozialer Herkunft erfolgreich ausprobiert.

    Im zweiten Theater-Arbeitsschritt, der dann in Sindelfingen stattfindet, entweder im Theaterkeller (bei schlechtem Wetter) oder an ausgewählten Plätzen der Sindelfinger Altstadt (bei gutem Wetter), arbeiten die Jugendlichen nicht mehr in den nationalen Gruppen, sondern gemischt, von der Wahl der jeweiligen Themenschwerpunkte bzw. der Gestaltungsformen abhängig, auf eine gemeinsame Performance hin, die sie der Öffentlichkeit präsentieren. Sie suchen sich in der Altstadt Plätze aus, bei denen sie einen Bezug zu ihrer Performance herstellen können (z.B. Freundschaftsbrunnen, Stadtmauer, Martinskirche, Klostergarten usw.). Gemeinsame Aufgabe wird es sein, einen Stationen-Weg für die Zuschauer zu erkunden und einzurichten, der die Beziehung zu unserem Thema EuropART: Blickwinkel auf Europa sinnfällig macht.

    Nach unserer Vorstellung wird es dann ein gemeinsames Performance-Projekt sein, bei dem die Jugendlichen ihre eigene Lebenswelt mit der von Bildwerken verschiedener Künstler der Moderne konfrontieren. Am schönsten wäre es, wenn es den Jugendlichen gelingt, aus diesen Collagen eine internationale, europäische Begegnungsgeschichte zu entwickeln. Es hängt dann von dem Geschick der Theaterpädagoginnen ab, die Jugendlichen mit ihren und von ihren Ideen zu begeistern.

  • Jugend in Aktion 2010

    EU-Förderung für internationalen Theaterworkshop in Sindelfingen 2010

    Dem Sindelfinger Verein für Städtepartnerschaft ISPAS ist es gelungen, in Kooperation mit der Stadtverwaltung, für diesen Sommer einen einwöchigen Theaterworkshop in Sindelfingen zu organisieren (15. – 23. Juli). Insgesamt 26 Jugendliche aus den Partnerstädten Chelm (Polen), Corbeil-Essonnes (Frankreich), Dronfield (England) und Sindelfingen werden an diesem Projekt teilnehmen.

    Unter dem Motto „Grenz-Fälle – Play beyond borders“ werden die Jugendlichen sich mit ihren unterschiedlichen Lebenswelten, ihren Wünschen und Visionen für die Zukunft auf kreative Weise auseinandersetzen. Sie werden hierbei angeleitet von zwei erfahrenen Theaterpädagoginnen.

    Im Vorfeld des Workshops treffen sich Vertreter aller teilnehmenden Schulen bereits im Juni, im Rahmen des Internationalen Straßenfestes am 19. Juni. Gemeinsam diskutieren und beschließen die Teilnehmer die Projektplanung, sodass es dann einen Monat später gleich richtig losgehen kann! Dass sie bei dieser ersten Begegnung auch ausgiebig auf dem Straßenfest mitfeiern werden, versteht sich von selbst.

    Die Performance am 22. Juli spielt in einem europäischen Jobcenter der Zukunft, wo die Träume und Albträume der Jugendlichen aus Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Polen aufeinander treffen. Neben grotesk-komischen Situationen gibt es auch immer wieder ernste und berührende Szenen.