Mit Schülerinnen und Schülern unserer Sindelfinger Partnerstädte Györ, Sondrio, Dronfield, Chelm und Sindelfingen diskutierten wir online über Herausforderungen und Lösungen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit. (mehr …)
Kategorie: Europa
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„Ukraine und die Auswirkungen auf unsere Länder“ – Online am 30. Mai 2022
Und noch einmal ging es am 30. Mai in unseren Online-Gesprächen um den Krieg in der Ukraine und deren Auswirkungen auf unsere europäischen Länder. 36 Jugendliche und 11 Erwachsene aus unseren Partnerstädten Györ/Ungarn, Sondrio/Italien, Chelm/Polen, Dronfield/England und aus Sindelfingen beteiligten sich an dieser großen europäischen Runde. Nach kurzem Kennenlernen in kleinen Gruppen, beschäftigten wir uns gemeinsam mit den Auswirkungen, welche der Krieg in der Ukraine für uns alle mit sich bringt. Mit viel Engagement berichten die polnischen Jugendlichen von ihrer Hilfe für die zahlreichen ukrainischen Flüchtlinge, welche immer noch in ihrer Heimatstadt Chelm ankommen. Schnell kommt man in die Diskussion, wie wichtig Frieden auf der Welt aber auch im eigenen Umfeld ist und was jeder einzelne dazu beitragen kann. Sichtbar macht das Sarah Egeler, Referentin für internationale Jugendarbeit, mit dem Tool „Mentimeter“, auf welchem jeder Teilnehmende seine Gedanken eintragen kann.Mentimeter-Thema: Welche meiner Handlungen der letzten Wochen hat zu einem friedlichen Zusammenleben beigetragen?
Die gemeinsame Diskussion, durch welche Sarah Egeler führt, fand großen Anklang bei den Jugendlichen. Es bedeutet ihnen viel, über ihre Erlebnisse zu sprechen und ihre Gedanken mit den Jugendlichen aus anderen europäischen Ländern zu teilen. Auch wir Erwachsenen spüren, wie wichtig es ist, den Austausch zu ermöglichen und den Jugendlichen einfach mal zuzuhören. Wir werden uns im September wieder treffen, mit neuen Themen, welche die Jugendlichen für wichtig und relevant halten.
Autorin Simone Becker
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Online in die Nachhaltigkeitsdimensionen – Online am 22. November 2021
Italienische und ungarische Schülerinnen und Schüler aus unseren Sindelfinger Partnerstädten Sondrio/Italien und Györ/Ungarn ließen sich mit einigen ISPAS-Mitgliedern auf das Online-Spiel „Nachhaltigkeitsdimensionen“ der Organisation „Trioterra“ ein. Trioterra ist ein internationales Netzwerk für Umweltschutz und Nachhaltigkeit und möchte mit seinen Spielen dazu anregen, unser Denken in Bezug auf unseren Konsum und unsere Lebensweise zu verändern. Mit 16 Jugendlichen und 8 Erwachsenen schauten wir in kleinen Gruppen die wunderschön gezeichneten Karten von Trioterra zu den Stichwörtern „Ernährung, Landwirtschaft, Klimawandel, Wälder, Biodiversität“ und vieles mehr an und diskutierten darüber. „Wie macht ihr das in eurer Schule mit dem vielen Papier?“, „Wird es bei euch im Sommer sehr heiß und trocken?“, „Habt ihr viele Autos in der Stadt oder gibt es auch Möglichkeiten für Sport und zum Entspannen?“, „Wie macht ihr das mit dem Plastikmüll?“, waren einige Fragen, welche bereits in den Kleingruppen aufkamen. Gar nicht so einfach, die Fragen auch noch in einer anderen Sprache als der Muttersprache zu diskutieren. Sarah Egeler, Initiatorin von „Trioterra“ und Referentin im internationalen Jugendbereich, führte einfühlsam durch die gemeinsame Diskussion. Es zeigte sich, dass die Gedanken und Wünsche zu Umweltschutz und einer gesunden Welt bei allen Jugendlichen sehr ähnlich sind. Das ist das schöne Ergebnis, zu welchem wir mit den Schülerinnen und Schülern unserer europäischen Partnerschulen kamen. Als Überraschung gab es am Ende der Veranstaltung das Kartenspiel von Trioterra zu den Nachhaltigkeitsdimensionen als Geschenk für die teilnehmenden Schulen. Auch wenn es dieses Mal nur ein Online-Meeting über den Computer war, bleibt es das Ziel, sich bald wieder persönlich zu treffen.
Autorin Simone Becker
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„Helfen – Hilfe für die Ukraine“ – Online am 28. März 2022
Unter den Jugendlichen unserer europäischen Partnerschulen war das Thema schnell klar: „Was passiert in der Ukraine? Wir wollen darüber sprechen“. Diese Anregung gab uns bei ISPAS die Motivation, erneut die Schülerinnen und Schüler unserer Partnerschulen in einer Online-Veranstaltung zusammenkommen zu lassen. Das Thema „Helfen – Hilfe für die Ukraine“ sollte zu regem Austausch und neuen Ideen unter den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen europäischen Länder führen. Die Verbindung zu Sindelfingen lag auf der Hand. Die Organisation „Helfen statt Hamstern“ ermöglicht umfangreiche Hilfe für die Menschen in der Ukraine, die in unsere Sindelfinger Partnerstadt Chelm/Polen gebracht wird. Zusätzlich zu unseren italienischen und ungarischen Jugendlichen haben die Schülerinnen und Schüler aus Chelm/Polen und aus Dronfield/England an unserer Online-Veranstaltung teilgenommen. Den über 50 interessierten Jugendlichen und Erwachsenen zeigte Max Reinhardt, Mitinitiator der Organisation, den Weg von den Anfängen von „Helfen statt Hamstern“, der zu den heutigen gewaltigen Spenden-Transporten von Sindelfingen nach Chelm, nach Rumänien und in die Moldau führt.Bilder von Max Reinhardt, Mitinitiator der Organisation „Helfen statt Hamstern“
Auch die polnischen Schülerinnen und Schüler konnten von der großen Hilfsbereitschaft ihrer Stadt Chelm berichten. Von der Ankunft der geflüchteten Ukrainer an ihrem Bahnhof in Chelm, von der Hilfe, welche sie durch die Mitarbeiter des Rathauses und den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bekommen, von den Flüchtlingsunterkünften und den vielen Spenden, die überall gesammelt werden, um alle neu angekommenen Menschen zu versorgen.
Bilder der polnischen Schülerinnen und Schüler aus ihrer Heimatstadt Chelm, nahe der ukrainischen Grenze
In all unseren europäischen Partnerstädten ist die Hilfsbereitschaft groß, und unter den Schülerinnen und Schülern der Wunsch zu helfen intensiv zu spüren. Mit dem Tool „Mentimeter“ fasste Sarah Egeler, Referentin für internationale Jugendarbeit, die vielen Ideen aller zusammen. Voller Freude am gegenseitigen Austausch verabschiedeten wir uns nach einer guten Stunde voneinander, mit einer Sammlung toller Ideen zu neuem Engagement beim gegenseitigen Helfen, verbunden mit der Bitte, uns wieder zu treffen, zum Thema „Ukraine – und die Auswirkungen auf unsere Länder“.
Autorin Simone Becker
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Jugend in Aktion – Erasmus+ 2020

„Last Exit“ – Mein Job, dein Job – In was für einer Gesellschaft möchtest du leben?
Dies ist das Thema der europäischen Jugendbegegnung 2020, die in der Zeit vom 10. bis 17. Februar in Sindelfingen stattfindet. Öffentliche Aufführungen der Jugendlichen am Sonntag, 16. Februar um 19 Uhr und am Montag, 17. Februar um 18 Uhr im Jugendhaus „Das Süd“ in der Schwertstraße 11/1 in Sindelfingen.
Der Verein „Initiative Städtepartnerschaften Sindelfingen e.V. (ISPAS) freut sich sehr, dass zum neunten Mal Gelder der EU über das europäische Förderprogramm «Erasmus+ Jugend in Aktion» genehmigt wurden, um ein großes, partnerschaftliches Jugendprojekt durchzuführen. Der recht umfangreiche Antrag an die EU mit sehr vielen Vorgaben wurde von unserem Mitglied Simone Becker erarbeitet. Unterstützt wurde sie dabei von Claus Lehners. Das interessante Thema wird innerhalb weniger Tage von den teilnehmenden Jugendlichen aus Deutschland, England, Frankreich, Italien, Polen und Ungarn erarbeitet und in einer Theater-Performance aufgeführt. Die Dozentinnen, langjährige Mitwirkende der Jugendprojekte des Vereins ISPAS, Annette von der Mülbe und Anke Marx konnten auch für das diesjährige Projekt gewonnen werden.
Insgesamt nehmen 35 Jugendliche an diesem EU-Projekt teil. Alle treffen sich erstmals am Montag, 10. Februar. Nach Begrüßung durch Vertreter des Vereins und der Stadt Sindelfingen fährt die ganze Gruppe in die Nähe von Balingen in das Haus der Volkskunst. Dort gibt es dann während zwei Tagen eine intensive Zusammenarbeit mit den beiden Theaterpädagoginnen. Ein Höhepunkt für die ganze Gruppe mit allen Begleitlehrerpersonen wird am Donnerstag, 13. Februar stattfinden. Es geht nach Straßburg, um die EU-Stadt kennenzulernen und einen Bezug zur Arbeit der EU zu bekommen. Diese Fahrt wird von der Stadt Sindelfingen, Abteilung Internationale Beziehungen, Schwerpunkt „EUROPA“ organisiert.
Die meiste Zeit jedoch wird streng für das EU-Projekt gearbeitet. Der Workshop und die Proben finden ab 14. Februar im Jugendhaus „Das Süd“ statt. Dorthin wird dann auch herzlich zu den beiden Aufführungen am Sonntag, 16. Februar um 18 Uhr und am Montag, 17. Februar um 19 Uhr, eingeladen. „Last Exit“ – Mein Job, dein Job – In was für einer Gesellschaft möchtest du leben? Was die Jugendlichen durch ihre Gedanken und Ideen zusammen mit ihren Dozentinnen erarbeiten – darauf kann man nur gespannt sein – aber es wird bestimmt ein einschneidendes Erlebnis für die Besucherinnen und Besucher werden. In Zeiten des Brexit ist die Antwort auf die Frage, was Europa für uns bedeutet, was der Alltag mit der EU zu tun hat, kein bloßes Gedankenexperiment. Sie wird zu einem konkreten Bestandteil des Selbstverständnisses und der Pläne junger Menschen. Für den späteren Beruf ist es heutzutage eine Voraussetzung, mehr als eine Sprache zu sprechen. Jedoch ist das für die meisten Schüler kein Problem, da die Abschlüsse angepasst werden und die jungen Leute die Möglichkeit haben, an Austauschprogrammen teilzunehmen, sich europaweit ausbilden zu lassen und zu studieren. Organisationen wie Erasmus und Praktikawelten sind darauf spezialisiert, dass Schüler europaweit Praktika absolvieren können, um Einblicke in andere Arbeitsstile und andere Mentalitäten zu bekommen. Diese werden oft durch Stipendien oder den Staat voll- oder teilfinanziert. Auch das ist nicht selbstverständlich. „Last Exit“ – mein Job, dein Job – in was für einer Gesellschaft möchtest du leben? Finden die Jugendlichen darauf eine Antwort? Aber sie wagen den ersten Schritt, sie lernen durch das Zusammentreffen verschiedener Nationen Europa besser kennen.
Kommen Sie zu den Vorstellungen ins Jugendhaus „Das Süd“, Schwertstraße 11/1, Sindelfingen. Der Eintritt ist frei, um Spenden am Schluss der Vorstellungen wird gebeten.
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Wir schreiben das Jahr 2037: EUROPE RELOADED!!!
40 Jugendliche aus 20 Ländern erarbeiten eine faszinierende Performance
„Hier war ich ja noch nie!“, das waren die immer wieder zu hörenden Begrüßungsworte von jungen und älteren Besuchern, die die Zuschauerränge im „SÜD. Treffpunkt für Jugendkultur“ in Sindelfingen bei den beiden Aufführungen bis auf den letzten Platz füllten. Und sie sollten ihren erstmaligen Besuch nicht bereuen! Denn was die 40 Jugendlichen unter Anleitung der Theaterpädagoginnen und Regisseurinnen Annette von der Mülbe und Anke Marx in ihrer Performance auf die Bühne brachten, zog alle Zuschauer in ihren Bann: Es gab viel zu lachen, aber auch ungeheuer packende Momente, so dass einem der Atem stockte und man nur hoffen konnte, dass alles gut ausgeht!
Doch jetzt der Reihe nach: Zum achten Mal hatte ISPAS mit der finanziellen Unterstützung von Erasmus+ 40 Jugendliche und ihre BegleiterInnen aus England, Frankreich, Italien, Kroatien, Polen und Ungarn eingeladen. Gastgeber waren die Jugendlichen der Gottlieb-Daimler-Schule 2 – vorwiegend Migranten und Flüchtlinge. Gemeinsam erarbeiteten sie eine Performance zu dem Thema: BACK TO THE FUTURE – ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT. Dazu hatten die Jugendlichen Collagen angefertigt, die sie mit nach Sindelfingen brachten.
Und dann ging es los: Inspiriert von all diesen interessanten Collagen, entwickelten sie in wenigen Tagen Szenen, in denen sie sich vorstellten, wie sich ihr Leben in den nächsten 20 Jahren verändern wird. Die beiden Regisseurinnen formten daraus ein dramaturgisches Ganzes: EUROPE RELOADED 2037, in dem sich jeder der Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren in verschiedenen Rollen präsentierte. Nicht nur diese Szenen wurden gemeinsam im SÜD erarbeitet, sondern auch alle Requisiten und Kulissen mit den einfachsten Mitteln gestaltet.
Das Spiel begann an der „Bar of Broken Dreams“, wo – nach einer kurzen Begrüßung durch die Vorsitzende von ISPAS, Brigitte Stegmaier – inmitten der Zuschauer, Jugendliche aus allen Ländern sich mit ihren gescheiterten Hoffnungen vorstellten und anschließend in den Theatersaal führten. Dort kündigten sogleich Nachrichtensprecher und Reporter von „World News“ Bedeutendes an: Die Geberkonferenz der D5 – der fünf mächtigsten Diktatoren der Welt – zur angeblichen Rettung des Weltklimas und gleichzeitig die große Demonstration gegen die Regierenden.
Und dann ging es Schlag auf Schlag in die Welt von 2037: Die außer Rand und Band geratenden Maschinen der Arbeitswelt, die ihren Ingenieur feuern, bis hin zu dem von Robotern beherrschten Alltag der Jugendlichen: Roboter, die vom Zähneputzen bis zum Schulunterricht alles erledigen. Selbst im Krankenhaus werden die Menschen von – im wahrsten Sinne des Wortes – gnadenloser Effizienz bestimmt. Das klingt in dieser Zusammenfassung ziemlich düster, aber war es trotzdem nicht: Durch die vielfach slapstickhaften, übertriebenen Darstellungsformen wirkte vieles wirklich sehr komisch, wenn auch den Zuschauern das Lachen oft im Halse steckenblieb. So auch bei den Reportagen, die „World News“ vom „Jahrtausend-Sturm Nr. 23 in der Schweiz“ brachte, von der „Jahrtausend-Dürre Nr. 42“ in Schweden und der „Jahrtausend-Überschwemmung Nr. 311“ in der Sahara. Logische Folge dieser Katastrophen war eben besagte Klimakonferenz. Aber die fünf, die Welt beherrschenden Diktatoren, die sich – wie einst Charlie Chaplin in der „Der große Diktator“ – amüsiert den Erdkugel-Ballon zuspielen, finden natürlich keine gemeinsame Lösung – zu sehr stehen stets ihre eigenen Eitelkeiten im Vordergrund: So beklagt sich zum Beispiel einer der Diktatoren über den Smog, der ihn daran hindert, seine schöne Frau klar zu sehen!
Und so kommt es zum Showdown: Die Jugendlichen, die sich doch endlich zur Demonstration aufgerafft haben, werden von den Bodyguards der Diktatoren zusammengepfercht und ihnen droht die Erschießung! Doch wie Shakespeare schon sagte: „All’s Well What Ends Well!“ Denn die Jugendlichen zu exekutieren, bringen selbst die härtesten Schergen der D5 letztendlich nicht zustande. So geht es zum guten Schluss den Diktatoren an den Kragen, und die Jugendlichen feiern die Positiven Perspektiven einer Gesellschaft, für die sie gekämpft haben: für Toleranz, für Meinungsfreiheit und für den schonenden Umgang mit der Natur! Und so ist der letzte Wunsch einer ungarischen Demonstrantin. „Für Europa in 20 Jahren, hoffen wir, dass es noch existiert!“
Wirklich eine fulminante Performance, für die sich das Publikum an beiden Abenden mit großem Jubel bei den jungen Akteuren, ihren BegleitlehrerInnen und vor allem bei ihren beiden Regisseurinnen bedankte!
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„Zurück in die Zukunft – Back to the future“
Wie sieht dein Land in 20 Jahren aus?
Dies ist das Thema der diesjährigen Europäischen Jugendbegegnung 2017, die in der Zeit vom 10. bis 21. November in Sindelfingen stattfindet.
Der Verein „Initiative Städtepartnerschaften Sindelfingen e.V. (ISPAS) freut sich sehr, dass zum achten Mal Gelder der EU über das europäische Förderprogramm «Erasmus+ Jugend in Aktion» genehmigt wurden, um ein großes, partnerschaftliches Jugendprojekt durchzuführen. Das interessante Thema wird innerhalb weniger Tage von den teilnehmenden Jugendlichen aus Deutschland, England, Frankreich, Italien, Kroatien, Polen und Ungarn erarbeitet. und in einer Theater-Performance aufgeführt. Die Dozentinnen, langjährige Mitwirkende der Jugendprojekte des Vereins ISPAS, Annette von der Mülbe und Anke Marx konnten auch für das diesjährige Projekt gewonnen werden.
Insgesamt nehmen 40 Jugendliche an diesem EU-Projekt teil, Alle treffen sich erstmals am Samstag, 11. November. Nach Begrüßung durch den Verein und einer Stadtführung stellen die Jugendlichen am Nachmittag ihre Schule, ihre Stadt und ihr Land vor. Am Abend um 19 Uhr findet im Gemeindehaus St. Maria, Goldbergstraße, der erste gemeinsame kulinarische Länderabend statt, zu dem herzlich eingeladen wird. Chelm / Polen kocht und stellt ihre Schule und ihre Stadt vor. Weitere kulinarische Länderabende finden mit Györ / Ungarn (12. November), Sondrio / Italien (16. November) und Jastrebarsko / Kroatien (am 17. November) statt.
Die ganze Gruppe mit allen Begleitlehrpersonen fährt am Mittwoch, 15. November, nach Straßburg um die EU-Stadt kennenzulernen und einen Bezug zur Arbeit der EU zu bekommen. Diese Fahrt wird von der Stadt Sindelfingen, Abteilung Internationale Beziehungen, Schwerpunkt „EUROPA“ organisiert. Am 16. November erhält die gesamte Gruppe eine zweistündige Werkführung Sindelfinger Mercedes-Benz-Werk / Daimler.
Jedoch die meiste Zeit wird streng für das EU-Projekt gearbeitet. Der Workshop und die Proben finden alle im Jugendhaus „Das Süd“ statt. Dorthin wird herzlich zu den beiden Aufführungen am Samstag, 18. und Sonntag, 19. November jeweils um 19 Uhr, eingeladen. „Zurück in die Zukunft – Back to the future“ – Wie sieht dein Land in 20 Jahren aus? Was die Jugendlichen durch ihre Gedanken und Ideen zusammen mit ihren Dozentinnen erarbeiten – darauf kann man nur gespannt sein -, aber es wird bestimmt ein einschneidendes Erlebnis werden.
Kommen Sie zu den Vorstellungen ins Jugendhaus „Das Süd“ in der Schwertstraße 11/1, Sindelfingen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jederzeit willkommen.
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Was ist es, was wir am Horizont entdecken?

Eine Textcollage von Jugendlichen zu Versen von Peter Härtling
ISPAS e.V., der die Freundschaften mit den Sindelfinger Partnerstädten pflegt, nahm die Baden-Württembergischen Theatertage zum Anlass, Jugendliche aus Torgau (Sachsen), Frick (Schweiz) und dem Berufskolleg der Gottlieb-Daimler-Schule2 zu einem Schreibwerkstatt- und Performance-Workshop einzuladen.
Unter der Anleitung der Theaterpädagoginnen und Regisseurinnen Annette von der Mülbe und Anke Marx erarbeiteten 9 Jugendliche im Alter von 14 – 18 Jahren gemeinsam eine eigene Textcollage zu Versen von Peter Härtling aus dessen Gedichtszyklus HORIZONTTHEATER.
Peter Härtling, der leider im Juli dieses Jahres mit 83 Jahren verstorben ist, war ein Kriegskind, ein Flüchtlingskind, ein Fremder und Heimatloser, der in Württemberg, in Nürtingen, schließlich doch ein Stück Heimat fand.
Spannend war nun die Frage, ob die Jugendlichen den Mut aufbringen, sich ganz persönlich mit ihren Texten vorzustellen: Wie wirken die Verse von Peter Härtling auf Jugendliche von heute?
Und das Ergebnis der gemeinsamen kreativen Arbeit war nicht nur spannend, sondern es war ganz einfach großartig: In dem gut besuchten Theaterkeller Sindelfingens hielten die Jugendlichen mit ihren Texten und Aktionen das Publikum 45 Minuten in Atem. Sie begannen mit den Versen von Peter Härtling: …“du, erzähl, wie dein Land verschwand…“, bildeten eine scheinbar undurchdringliche Mauer, die sich nur langsam auflöste, so dass sie ihr anfängliches Schweigen durchbrachen. Alle Jugendlichen trugen einzeln oder chorisch ihre Texte zu den Impulsen von Peter Härtling vor. Das drohende Verschwinden ihres Landes wurde in sehr persönlichen, sehr intimen Texten vorgetragen, wobei es nicht nur um Vertreibungs-Ängste ging, sondern auch um die spürbare Vereinzelung durch das moderne goldene Kalb „Handy“. Mit ganz einfachen Mitteln des „Armen Theaters“, mit Tüchern und Tischen, stellten die Jugendlichen Peter Härtlings Verse „erzähl vom blutenden Fluss und der halbierten Brücke“ in den Mittelpunkt ihrer Performance. Sie erzählten in ihren eigenen Texten von der Bedeutung des Flusses in ihrem verschwundenen Land, sie erzählten von den Sternen, die es nicht interessiert, ob auf der Erde ein schrecklicher Krieg wütet, und stellten in verschiedenen Texten „mein“ Land „deinem“ Land gegenüber. Dieser Teil der Performance endete mit einer von allen Jugendlichen dargestellten Flüchtlings-Ballade, bei der dem Publikum das Lachen immer wieder im Hals stecken blieb.
Zum Schluss trugen alle – zuerst einzeln, dann chorisch – ihre „Horizont-Haikus“ vor, in der kürzesten Gedichtform der Welt. Viele sehr persönliche Facetten der Bedeutung von „Horizont“ wurden deutlich, besonders hallten die Worte einer der Jugendlichen nach, die den Zuhörern mit auf den Weg gab: „Der Abgrund der Welt / ist viel zu nahe an uns / gib auf dich Acht.“
Als am Ende der Performance die Bühne wieder im Dunkeln versank, herrschte lange eine atemlose Stille, bevor dann das jugendliche und das ältere Publikum gemeinsam mit großer Begeisterung den glücklichen jugendlichen Künstlern und ihren beiden Regisseurinnen für diesen unvergesslichen Abend dankte.
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Europäisches Jugendprojekt im November 2017

Fotos: Max Genth „Zurück in die Zukunft – Back to the future? Wie soll dein Land in 20 Jahren aussehen?“
Reden ist silber, Ausdruck ist gold! Brauche ich Worte, um meinem Gegenüber zu erklären, was ich von ihm möchte? Nein – Mein Gesichtsausdruck und meine Körpersprache können es ihm sagen!
Den Beweis haben die beiden Theaterpädagoginnen Annette von der Mülbe und Anke Marx bei unserem Vorbereitungstreffen im September mit den Gästen der 6 europäischen Partnerschulen erbracht. Können sich Jugendliche auch ohne Sprache verstehen? Können sie Toleranz und Verständnis für einander entwickeln, egal ob Jugendliche aus Ungarn, Polen, Kroatien, England, Italien, Frankreich oder Deutschland kommen? Mit Übungen und Impressionen konnten die beiden Pädagoginnen den Begleitlehrerinnen und Jugendlichen sowie den Organisatoren der Jugendbegegnung ihre kreative, ganzheitliche Arbeitsweise nahe bringen, welche der diesjährigen interkulturellen Jugendbegegnung zugrunde liegt. Mit diesem ersten gemeinsamen Nachmittag legte sich bereits eine tolle solidarische und motivierte Stimmung über die Teilnehmer/-innen des Vorbereitungstreffens und blieb während der ganzen Tage von Donnerstag, 21.09.17 bis Sonntag, 24.09.17 erhalten.
Um die europäische Jugendbegegnung für alle Partnerschulen erfolgreich zu gestalten, wurde an diesem langen Wochenende noch vieles gemeinsam besprochen und geplant: „Wie gestalten wir den Youthpass für unsere jugendlichen Teilnehmer/-innen? Welche Fragen wollen wir in den Fragebögen für die Bewertung der Jugendbegegnung stellen? Wie kann die Fotodokumentation am besten durch die Schulen aller 6 europäischen Länder wandern?“ Mit guter Verbreitung und durch Analyse unserer Ergebnisse aus der Jugendbegegnung wollen wir auch das Förderprogramm „Erasmus+ Jugendmobilität unterstützen, über welches wir die Fördergelder zur Durchführung der Jugendbegegnung bekommen haben. Natürlich muss auch dem Organisatorischen bei einer interkulturellen Begegnung dieser Größe – 50 Jugendliche mit Begleitlehrern bei einem Workshop von 10 Tagen und öffentlicher Theater-Aufführung – Rechnung getragen werden. Aber wir schaffen das!
Mit unserem tollen ISPAS Team, den Gastfamilien und vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern freuen wir uns auf die internationale Jugendbegegnung vom 10. bis 21. November 2017. Wir laden Sie ganz herzlich zur abschließenden Theater-Performance am Samstag, den 18. November oder am Sonntag, den 19. November mit ihrer Familie und allen Interessierten ein. Ich verspreche Ihnen, es wird Spaß machen!











