als Vereinspräsident des F.C. Elbaue Torgau e.V. durften wir vom letzten Freitag 14.6. bis heute zu Gast in unserer Partnerstadt Sindelfingen sein und aktiv am 43.Internationalen Straßenfest teilnehmen. Für unsere Elbaue-Mitglieder war es eine völlig neue Erfahrung. Nur Dank der sensationellen Unterstützung von Herrn Eberhard Sowa mit seiner langjährigen Sindelfingen Erfahrung war es für uns möglich, dieses Event abzusichern.
Sindelfingen hat sich wieder einmal als herzliche und weltoffene Stadt mit einer großen Vielfalt präsentiert und war ein sehr guter Gastgeber. Deshalb möchten wir uns auf diesem Weg noch einmal bei unseren Gastgebern, der Stadt Sindelfingen und auch dem ISPAS e.V. (Frau Stegmeier und ihren vielen fleißigen Helfern) für die gezeigte Unterstützung und Gastfreundschaft bedanken.
Wir werden an Sindelfingen immer gute Erinnerungen haben und hoffen, dass wir vielleicht in einigen Jahren nochmals seitens der Großen Kreisstadt Torgau die Möglichkeit bekommen, wieder an diesem Highlight teilzunehmen. Mit freundlichen Grüßen Sandro Kahl Vereinspräsident
Für die Stadt Torgau soll 2019 ein neues „Corporate Design“ entwickelt werden. In diesem Zug erfolgt eine Befragung zu den wichtigsten Identifikationsmerkmalen der Stadt. Wenn Sie schon in Torgau als Gast waren, lesen Sie bitte das angehängte Formular durch und schicken es direkt bis 15. März 2019 an p.schilberg@torgau.de
Wir und die Stadt Torgau danken Ihnen dafür.
Die Stadt Sindelfingen hatte am 22. November 2018 alle ISPAS Mitglieder und an Torgau Interessierten anlässlich des 30-Jahre-Jubiläums zum Empfang eingeladen. Das Bild zeigt die Torgauer OB Romina Barth und Sindelfingens OB Dr. Bernd Vöhringer beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Sindelfingen.
Inspiriert von Ausschnitten aus dem gleichnamigen Gedichtband von Peter Härtling stellen anlässlich der Baden-Württembergischen Literaturtage Jugendliche aus Sindelfingen, Torgau und Frick (Schweiz) eine szenische Collage zusammen mit eigens dazu selbst entwickelten Texten.
Peter Härtling war ein Kriegskind, ein Flüchtlingskind, ein Fremder und Heimatloser, der in Württemberg schließlich doch ein Stück Heimat fand. Wie wirken nun seine Texte auf Jugendliche von heute, die sich mit ähnlichen Themen auseinandersetzen.
„Wir gleichen dem namenlosen Wanderer. Wir wandern nicht mehr, um anzukommen, wir sind unterwegs in einer frostigen, auskühlenden Welt.“ schrieb Peter Härtling einst.
Und auch die Jugendlichen bewegt die Zeit des Umbruchs, der Verunsicherung und Veränderung sehr. Ihre Texte sind beeindruckend, berührend, aber auch witzig und unerwartet.
Was ist es, was wir am Horizont entdecken?
Ihr seid dazu herzlich eingeladen am Freitag, den 20.10. um19h im Theaterkeller in Sindelfingen. Die künstlerische Leitung des Horizonttheaters liegt bei den beiden Regisseurinnen und Theaterpädagoginnen Anke Marx und Annette von der Mülbe. Iniziiert und gefördert ist das Projekt vom Städtepartnerschaftsverein ISPAS und dem Amt für Kultur der Stadt Sindelfingen.
Der Eintritt ist frei. Spenden sind jederzeit gerne willkommen!
Performance von Jugendlichen aus 3 Städten im Rahmen der 34. Baden-Württembergischen Literaturtage. Grundlage der Performance: Verse aus dem Gedichtszyklus von Peter Härtling „Horizonttheater“. Ein Jugendprojekt von ISPAS – Initiative Städtepartnerschaften Sindelfingen.
Jugendliche im Alter von 15 – 17 Jahre aus Frick (Schweiz), aus Torgau (Sachsen) und aus Sindelfingen (Gottlieb-Daimler-Schule II) treffen sich vom 17. bis 20. Oktober auf Einladung von ISPAS e.V., dem Sindelfinger Verein für Städte-partnerschaften, für vier Tage.
Peter Härtling, der im Juli diesen Jahres im Alter von 83 Jahren gestorben ist, verlor als 13-Jähriger Vater und Mutter, und wuchs mit seiner Schwester – nach der Flucht aus Mähren – in Nürtingen auf. Er schrieb Romane, Erzählungen, autobiografische Schriften, Kinderbücher und Gedichte.
Die Gedichte von HORIZONTTHEATER zeichnen sich aus durch ihre einfache Schönheit: „Du, mit der Kinderstimme im Dunkeln: erzähl von verlassenen Straßen…“ Dies ist der Beginn des Gedichtes, das den Jugendlichen als Vorbereitung auf die Performance zugeschickt wurde und das sie zum Anlass für eigene freie Assoziationen nahmen.
Interkulturelle Performance EuropArt
Die Theaterpädagoginnen und Regisseurinnen Annette von der Mülbe und Anke Marx haben mit ihren interkulturellen Jugendprojekten immer wieder Aufsehen erregende Performances und Theaterstücke zur Aufführung gebracht. Man kann gespannt sein, zu welchen gemeinsamen kreativen Gestaltungen die Jugendlichen aus Frick, Torgau und Sindelfingen zum Thema Horizont-Theater gelangen. Die Ergebnisse präsentieren sie am 20. Oktober, 19.00 Uhr im Theaterkeller Sindelfingen. Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.
Jugendliche im Alter von 15 – 18 Jahren aus der Schweiz, Torgau und Sindelfingen, also maximal 12 bis 15 Jugendliche, treffen sich vom 17. – 20. Oktober in Sindelfingen zu einer Schreib-Performance-Werkstatt unter Anleitung der Theaterpädagoginnen und Regisseurinnen Anke Marx und Annette von der Mülbe.
Thema dieser Schreib-Performance-Werkstatt ist „HORIZONTTHEATER“. Dies ist der Titel eines Gedichtzyklus von Peter Härtling. Aus diesen Gedichten haben die beiden Theaterpädagoginnen folgende Verse als Impuls für die Jugendlichen ausgewählt:
Du, mit der Kinderstimme im Dunkeln: erzähl von verlassenen Straßen, … und der halbierten Brücke, du, erzähl, wie dein Land verschwand.
In einer Vorbereitungsphase bitten wir die Jugendlichen darum, zu diesen Zeilen etwas zu schreiben (Gedicht, Erzählung, Tagebucheintrag, Brief usw.) und uns dies zu schicken. Wenn sie möchten, können sie uns zusätzlich auch Fotos oder Collagen, die sie selbst angefertigt haben, schicken.
Auf der Grundlage dieser Schreibarbeit, Fotos und Collagen bereiten die beiden Theaterpädagoginnen den Workshop vor.
Der Ablauf dieses Workshops sieht wie folgt aus: Dienstag, 17.10., Mittwoch, 18.10. und Donnerstag 19.10., findet von 9.00 – 13.00 Uhr das Arbeiten mit den beiden Theaterpädagoginnen statt. Am Nachmittag dann das von ISPAS organisierte Beiprogramm.
Am Freitag, 20.10. geht der Workshop über acht Stunden. Er endet mit einer Performance der Jugendlichen im Theaterkeller, Vaihinger Straße 14. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
44 Reisende freuten sich auf die Bürgerfahrt nach Torgau; die Reise begann am Donnerstag pünktlich um 07:30 Uhr – leider bei strömendem Regen. Dies tat jedoch der guten Laune der Teilnehmenden keinen Abbruch.
Die erste Station unserer Reise war Erfurt, Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen. Nach einem leckeren, mittelalterlichen Mittagessen zwischen Ritterrüstungen und rustikalem Ambiente im Wirtshaus „Christoffel“ warteten zwei Gästeführer für den Stadtrundgang auf uns.
In zwei Gruppen aufgeteilt, gingen wir durch den mittelalterlich geprägten Altstadtkern Erfurts. Vorbei am Collegium Maius, dem ehemaligen Hauptgebäude der Alten Universität und heutigem Landeskirchenamt der evangelischen Kirche. Am Fluss Gera machten wir Station an der Kramerbrücke. Die Kramerbrücke gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen und ältesten Bauwerken Erfurts. Die Besonderheit dieser Brücke ist, dass sie (so unser Stadtführer) die einzige Brücke Europas ist, die eine beidseitige, geschlossene Bebauung mit Fachwerkhäusern aufweist und sie ist Teil des alten Handelswegs „Via Regia“.
Weiter ginge es zum Rathaus und zum „Fischmarkt“ mit seinen wunderschönen Patrizierhäusern aus der Renaissance.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Erfurt 742 zusammen mit der Errichtung des Bistums Erfurt. Im Jahre 1389 wurde die Universität Erfurt als dritte Universität in Deutschland errichtet. Der bekannteste Student dieser Universität war ohne Frage Martin Luther.
Eine weitere Station war der Waidspeicher. Erfurt gehörte bereits im 13. Jahrhundert zu den größten Waidmärkten des Reiches. Das Färberwaid oder auch „Deutsche Indigo“ wurde rund um Erfurt angebaut. Um aus dieser Pflanze die Blaue Farbe zu gewinnen, mussten die Blätter zunächst zu Mus verarbeitet und anschließend zu sogenannten Waidballen geformt und getrocknet werden. Für die endgültige Farbgewinnung, mussten nun die getrockneten Bällchen mit Harnstoff – damals also Urin – angefeuchtet werden. Harnstoff so begehrt, dass vor den Waidspeichern die Passanten sogar bezahlt wurden, wenn sie ihren Urin „abgaben“.
Die knapp zweistündige Stadtführung endete auf dem Domplatz vor dem Erfurter Dom und der Severikirche. Sehenswert im Dom ist die „Gloriosa“, die größte freischwingende mittelalterlichen Kirchenglocke der Welt.
Vom Domplatz hatten wir noch einen schönen Blick auf die barocke Zitadelle Peterberg. Für eine Besichtigung reichte leider die Zeit nicht mehr. Wir mussten ja weiter nach Torgau.
Erfurt, Blick auf die Kramerbrücke
In Torgau angekommen, bezogen wir unsere Hotelzimmer. Anschließend ging es gemeinsam zum Abendessen in das Restaurant „Herr Käthe“. Dort wartete als kulinarischer Abschluss des 1. Abends ein fünfgängiges ‚Reformationsmenü‘ auf uns mit allerlei Köstlichkeiten der damaligen Zeit. Als ersten Gang wurde eine Kürbissuppe serviert, weiter ging es mit einer mit Speck ummantelte Wachtel dazu Hirsebrei. Als dritten Gang gab es sautierten Flussfisch mit Flusskrebsen und anschließend als Hauptgang eine Entenkeule mit Erbsenbrei; zum Nachtisch wurden dann noch äußerst leckerer Plinsen (Pfannenkuchen) mit Apfelkompott aufgetischt. Bei diesem Essen wurden wir wirklich in die Zeit von Martin Luther versetzt. Müde und satt beendeten wir den ersten Tag unserer Reise
Der zweite Tag, Freitag, war unser „Torgau-Tag“.
Um 10 Uhr empfing uns Frau Oberbürgermeisterin Barth im wunderschönen Rathaus der Stadt. Bei Getränken und Keksen wurden wir mit einem Film über Luthers Frau Katherina auf unsere anschließende Stadtführung eingestimmt. Schülerinnen und Schülern des Torgauer Gymnasium haben diesen Film erarbeitet und produziert. Nach dem Empfang ging es mit Katharina von Bora (auch Herr Käthe oder Katharina Luther genannt) in Person von Frau Meinel, in Gewand und Sprache der Reformationszeit durch die schöne Stadt Torgau.
Empfang durch Frau Oberbürgermeisterin Barth; hier Brigitte Stegmaier, Vorsitzende links, sowie Alexandra Keller, stellvertretende Vorsitzende, rechts
Ein Stadtbummel durch die historische Altstadt von Torgau gleicht einer Zeitreise in die Renaissance. Besonders beeindruckend ist der Markt mit dem Renaissance-Rathaus und dem Ensemble prächtiger Patrizierhäuser. Zudem befinden sich in der Stadt das älteste Spielwarengeschäft Deutschlands und eine der ältesten Apotheken Sachsens, die Mohrenapotheke.
Viel Zeit verbrachten wir in dem zum Museum ausgebauten Bürgermeister Ringenhain-Haus. Dieses von außen schlichte Bürgerhaus überrascht innen mit seinen aufwendig gestalteten Decken- und Wandgemälden des 16. Jahrhunderts. Historische Möbel und Einrichtung verschafften uns einen Einblick in die Lebensweise der damaligen Zeit. Das Ringenhain-Haus ist das kultur- und kunsthistorisch bedeutendste Bürgerhaus der Renaissance in Mitteldeutschland.
„Torgaus Bauten übertreffen an Schönheit alle aus der Antike“, hat Martin Luther gesagt. Das gilt damals wie heute: 500 Baudenkmale im Stil der Renaissance und der Spätgotik machen Torgau in Sachsen zu einem städtebaulichen Kleinod von internationalem Rang.
Der große Wendelstein
Das beeindruckendste Bauwerk der Stadt ist Schloss Hartenfels mit dem großen Wendelstein: Wie ein Schneckenhaus führt die elegant gewundene steinerne Treppe nach oben. Die Schlosskirche wurde nach Luthers Vorgaben errichtet und von Reformator 1544 persönlich geweiht. Doch nicht nur Luther selbst wird in Torgau geehrt. 1552 floh seine Witwe vor der Pest mit ihren Kindern nach Torgau, wo sie kurz darauf verstarb. In ihrem Sterbehaus erinnert ein Museum an die „berühmteste Pfarrfrau der Welt“, Katharina von Bora.
Stimmungsvoller Abschluss der Stadtführung war ein Orgelkonzert von Ekkehard Saretz in der Schlosskirche. Herr Saretz war schon des Öfteren für Orgelkonzerte in Sindelfingen.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, damit jeder Torgau für sich genießen konnte. Am Abend trafen sich alle im Café im Schloss. Diesen Abend organisierte für uns Eberhard Sowa, der seit vielen Jahren immer wieder zum Straßenfest nach Sindelfingen kommt, aber auch als Nikolaus an unserem Weihnachtsmarkt bekannt ist. Wir erfreuten uns an einem lecker leichten Sommerbüffet und Gesangseinlagen.
Schlosskirche zu Wittenberg
Der dritte Tag unserer Reise führte in die Lutherstadt Wittenberg.
Wir begannen unsere Erkundigungen mit einer wunderschönen Panorama-Schifffahrt auf der Elbe. Die Fahrt führte uns zwei Stunden durch das UNESCO Weltnaturerbe „Flusslandschaft Elbe“, dem Biosphärenreservat Mittelelbe. Gemütlich schipperten wir durch die naturbelassene Auenlandschaft mit seiner einzigartigen Flora und Fauna. Zur Stärkung wurde uns an Bord noch ein kleines Mittagessen serviert.
Thesentür an der Schlosskirche
Nach der Schifffahrt gab es noch genügend Zeit, Wittenberg schon einmal vorab auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir uns zur Stadtführung an der Schlosskirche trafen. Highlights der Stadtführung waren die vier UNESCO Weltkulturerben der Stadt: die Schlosskirche zu Wittenberg, die Stadtkirche St. Martin, das Melanchthonhaus sowie das Lutherhaus.
Martin Luther und die Reformation machten zweifelsohne die Stadt Wittenberg weltberühmt. Entscheidend geprägt haben die heutige Lutherstadt lange vorher die askanischen Herzöge von Sachsen. Sie bestimmen die Kirche des Wittenberger Franziskanerklosters um 1270 zum Ort ihrer Familiengrablege.
Die Schlosskirche war zu dieser Zeit auch die Aula der Universität. Die damalige hölzerne Kirchentür diente den Studenten und Professoren als „schwarzes Brett“, an das Martin Luther seine 95 Thesen angeschlagen hat. Die Originaltür wurde leider durch ein Feuer vernichtet. Heute ist eine prächtige Bronzetür angebracht, auf der die 95 Thesen dargestellt sind.
Gemäldesignatur von Lucas Cranach
Besonders interessant war die Anlage der Wohn- und Arbeitshäuser der Familie Lucas Cranach, der ein begnadeter Maler und ein ebensolcher Geschäftsmann war. Er war im Übrigen der einzige Maler, der Martin Luther porträtieren durfte. In der Stadtkirche St. Martin, dem ältesten Gebäude der Stadt, sind neben dem berühmten Reformationsaltar auch weitere Werke von Lucas Cranach dem Älteren sowie Lucas Cranach dem Jüngeren zu bestaunen. Die Gemäldesignatur von Lucas Cranach war die geflügelte Schlange und gilt als eins der ersten Warenzeichen der Welt. In der Werkstatt von Cranach wurden schätzungsweise 5.000 Gemälde erschaffen.
Eine weitere Station unserer Stadtführung führte uns zum Wohnhaus von Philipp Melanchthon, einem Studienkollegen und Weggefährten Luthers.
Das Lutherhaus, ein früheres Augustinerkloster, war nicht nur Wohnhaus der Familie Luther, sondern diente Martin Luther auch zu Vorlesungen vor Studenten aus aller Welt. Während sich Martin Luther mit geistigen Themen beschäftigte, führte Katharina den Haushalt wie ein mittelständisches Unternehmen. Ihr zu Ehren ziert eine Bronzestatue den Innenhof.
Wieder zurück in Torgau ließen wir den Abend dank einer Einladung der Torgauer Feuerwehr mit sächsischen Bratwürsten und Bier ausklingen. Sehr interessant waren diverse Führungen durch das Feuerwehrmagazin.
Der vierte und letzte Tag unserer Bürgerfahrt begann sehr früh um 7.30 Uhr mit der Abfahrt nach Weimar. Dort wurden wir bereits wieder von den Stadtführern erwartet. Weimar ist wohl die bekannteste Stadt im Freistaat Thüringen. Eng verbunden mit Weimar sind die Namen der Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller.
Goethe-und Schiller-Denkmal in Weimar
Noch heute sind die beiden Wohnhäuser von Goethe und Schiller die beliebtesten Ziele für Touristen. Das ehemalige Wohnhaus von Goethe am Frauenplan bietet Einblicke in die Wohn- und Arbeitsräume des bekanntesten deutschen Dichters. Unweit des Goethehauses befindet sich das Schillerhaus, in dem die Wohn- und Arbeitsräume von Schiller zu sehen sind.
Vor dem Nationaltheater steht das Goethe-und-Schiller-Denkmal, das 1857 enthüllt wurde. Dieses Denkmal zeigt schön auf, dass Goethe und Schiller sich gegenseitig respektierten, aber wahrlich keine Freunde waren.
Im Zentrum Weimars liegt der „Park an der Ilm“, dessen Gestaltung damals von Goethe stark beeinflusst wurde. In diesem Park befindet sich auch Goethes Gartenhaus, in welchem der Dichter zahlreichen seiner Werke schrieb.
In der Stadtmitte befindet sich das Residenzschloss, das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.
Als weiteres UNESCO Weltkulturerbe besuchten wir die Herderkirche (Stadtkirche St. Peter und Paul). Sehenswert ist in dieser Kirche das dreiflüglige Altarbild, welches von Lucas Cranach dem Älteren begonnen und von Lucas Cranach dem Jüngeren vollendet wurde. Auch Martin Luther war zwischen 1518 und 1540 des Öfteren in Weimar und predigte in der Stadtkirche.
Als Gegensatz zur klassischen Seite Weimars präsentiert sich das moderne Weimar. Unter anderem wurde hier im Jahr 1919 das Bauhaus gegründet, welches für modernes Wohnen und für modernes Design steht. An die Anfangsjahre und die Geschichte der Bauhaus-Bewegung erinnert heute das Bauhaus-Museum.
Nach einem Mittagessen im „Sächsischen Hof“ ging es mit unserem Bus der Firma Hassler Reisen wieder zurück nach Sindelfingen. Eine sehr schöne und informative Reise war zu Ende. Die Stadtführungen waren äußerst fachkundig und sehr informativ. Für uns alle war es nicht nur eine Reise in die Partnerstadt Torgau. Wir befanden uns vier Tage lang auf den Spuren von Martin Luther und tauchten ein in die Kultur- und Reformationszeit mit seiner Geschichte.
In einem waren wir uns alle einig, auf die nächste Bürgerfahrt nach Torgau werden wir nicht wieder 13 Jahre warten, sondern diese definitiv früher planen. Die nächste Gelegenheit wäre ein Besuch der Landesgartenschau in Torgau 2022.
Wir hoffen, dass Torgau zum 30jährigen Bestehen der Partnerschaft auch eine Bürgerfahrt nach Sindelfingen vorsieht – wir würden uns sehr darüber freuen.
Text: Brigitte Stegmaier / Alexandra Keller, Fotos: Alexandra Keller / Werner Stähle
Torgau. Nach viel Stau und viel Regen bei der Anreise brachten die Torgauer Gastgeber ihren Sindelfinger Gästen am Donnerstagabend sowie am gestrigen Freitag ein Viel an Gastfreundschaft entgegen.
Auf Initiative des Vereins „Initiative Städtepartnerschaften Sindelfingen“ (ISPAS) weilen noch bis zum morgigen Sonntag gut 40 Gäste aus Torgaus Partnerstadt in der Großen Kreisstadt. Die Bürgerfahrt, deren Plätze sehr schnell belegt waren, steht ganz im Zeichen der Reformation. Das wurde auch gestern zum offiziellen Empfang im Rathaus deutlich: Bei diesem wurden die Gäste unter anderem mit einem Film, den Schüler des Johann-Walter-Gymnasiums im Zuge des Theaterprojekts „HerrInnen Käthe“ produzierten, auf die Rolle Torgaus für die Reformation eingestimmt.
In der Hauptrolle: Katharina von Bora beziehungsweise Luther. Doch „Käthe“ sollte es gestern nicht nur als Bewegtbild geben. So sorgte schließlich eine entsprechend ausstaffierte Silvia Meinel vom TIC dafür, dass die Sindelfinger vorm gemeinschaftlichen Abend im Schloß-Café und einem Orgelkonzert mit Ekkehard Saretz in der Schlosskapelle noch eine historische Stadtführung mit Katharina erleben konnten.
Mit Silvia Meinel ging es im Anschluss an den offiziellen Empfang zu einer Stadtführung. Foto: TZ/C. Wendt
Doch schon zuvor zeigte sich ISPAS-Chefin Brigitte Stegmeier von Torgau begeistert. Und Alexandra Keller, die ebenso im Verein aktiv ist, pflichtete ihr bei. „Wir fühlen uns hier pudelwohl“, sagte Keller. Am heutigen Samstag begeben sich die Sindelfinger auf Entdeckungstour nach Wittenberg. Nach der Anreise über Erfurt will man morgen auf der Heimtour noch einen Halt in Weimar einlegen.
Bürgerfahrt nach Torgau und auf den Spuren Martin Luthers
vom 29. Juni bis 02. Juli 2017
(Leider bereits ausgebucht!)
29.06. Donnerstag
07:30 Uhr Abfahrt Glaspalast Sindelfingen
12:00 Uhr Mittagessen im Wirtshaus Christoffel Erfurt
Die Krämerbrücke in Erfurt – Foto: H.P. Szyszka
Herzlich willkommen in Erfurt! Erfurt „liegt am besten Ort. Da muss eine Stadt stehen“, urteilte einst der Reformator Martin Luther. Machen Sie sich selbst ein Bild:
13:45 Uhr Stadtführung (2 Stunden) Erfurt
16:30 Uhr Weiterfahrt nach Torgau
18:30 Uhr Ankunft Torgau, Hotel Pension am Markt – Check in
Hotel Pension am Markt
19:30 Uhr Abendessen „Restaurant Herr Käthe“
30.06. Freitag, Torgau-Tag
10:30 Uhr Empfang im Rathaus mit einer Tasse Kaffee und Torgau-Film
11:00 Uhr zweistündige Themenführung „Martin Luther, Katharina von Bora und die
Reformation in Torgau“ mit Innenbesichtigung des Bürgermeister- Ringenhaim-Hauses
20 Minuten Orgelkonzert mit dem Organisten Ekkehard Saretz in der Schlosskirche (Ekkehard Saretz war schon mit seinem Orgelspiel des Öfteren in der Martinskirche Sindelfingen zu hören).
Anschließend Zeit zur freien Verfügung
19:00 Uhr Gemeinsamer Torgau-Abend
01.07. Samstag
Lutherstadt Wittenberg
08:30 Uhr Abfahrt in die Lutherstadt Wittenberg
11.00 Uhr Schiff-Fahrt auf der Elbe, anschließend Zeit zur freien Verfügung
15:00 Uhr Stadtführung Wittenberg
17.30 Uhr Rückfahrt nach Torgau
Lutherstadt Wittenberg
Kulturstadt Weimar
02.07. Sonntag
08:00 Uhr Abfahrt in die Kulturstadt Weimar
10:00 Uhr Historische Stadtführung in Kombination mit Bauhausführung
13:00 Uhr Mittagessen
14:30 Uhr Weiterfahrt
Ankunft Sindelfingen je nach Verkehrslage und Pausen: 19:00 – 20:00 Uhr
Reisekosten: Doppelzimmer pro Person 360 €; Einzelzimmer 420 €
Anmeldeschluss: 20. Mai 2017
Mindestteilnehmerzahl 25 Personen
Im Reisepreis enthalten:
Fahrt im modernen Reisebus,
3 x ÜN im gebuchten Zimmer mit Frühstück
2 x Abendessen
Torgauabend
Führungen, Orgelkonzert
Panorama – Schifffahrt auf der Elbe im UNESCO – Biosphärenreservat
Als Reisebestätigung erhalten Sie von ISPAS e.V. eine Rechnung. Bitte zahlen Sie den Rechnungsbetrag bis 15. Juni 2017 bargeldlos auf das angegebene Bankkonto (s. Rechnung) ein. Wir empfehlen, eine Reiserücktrittversicherung abzuschließen.
Rücktrittsbedingungen
vom 44. bis 22. Tag vor Reiseantritt 30 % des Reisepreises
vom 21. bis 15. Tag vor Reiseantritt 50 % des Reisepreises
vom 14. bis 07. Tag vor Reiseantritt 75 % des Reisepreises
ab dem 8. Tag und bei Nichtreiseantritt 80 % des Reisepreises
oder Sie benennen uns eine Ersatzperson
Anmeldung und Information zur Reise unter Telefon 07031 435970 oder per Mail unter vorstand@ispas-ev.de.
Veranstalter: ISPAS e. V. Sindelfingen in Zusammenarbeit mit: Hassler-Reisen GmbH & Co. KG, Rudolf-Diesel-Str. 15, 71032 Böblingen
Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe Hotelgäste, liebe Freunde und Bekannte,
wir laden Sie ganz herzlich zu unserer 58. Vernissage am
Freitag, 23.01.2015, ab 11.00 Uhr
in das Hotel Torgauer Hof, Hirsauer Str. 10, 71063 Sindelfingen ein. Die Werke von Oliver Ulbricht werden bis Ende März 2015 zu sehen sein.
Wir freuen uns, Sie auf dieser Ausstellung begrüßen zu dürfen.
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