Kategorie: Aktuelles

Neuigkeiten rund um ISPAS e.V.

  • Dankeschönbrief aus Dronfield

    Dankeschönbrief aus Dronfield

    Thank you
    Dagmar / Ute / Manfred,

    We have had a reunion on Friday night with most of the people who came with us to Sindelfingen.
    We all had a great time and they all send their best wishes and thanks for a very memorable time. We spent a wonderful evening talking about our trip.
    I have attached a photo and a copy of the presentation which I showed everyone.
    I hope you will like the photo!

    Thank you all again.

    See you at the Strassenfest
    Very best regards
    David

    Dankeschön
    Dagmar / Ute / Manfred
    Wir hatten Freitagabend ein Treffen mit den meisten Leuten, die mit uns nach Sindelfingen gekommen sind.
    Der Abend war sehr schön und alle senden Euch die besten Wünsche und ein Dankeschön für eine unvergessliche Zeit. Wir verbrachten einen wundervollen Abend, während wir über unsere Reise sprachen.
    Ich habe ein Foto beigefügt und eine Kopie der Präsentation, die ich allen gezeigt habe.
    Ich hoffe, Ihr mögt das Foto!
    Noch einmal Dankeschön.

    Allerbeste Grüße

    David

     

  • Dronfield Citizens‘ Visit in Sindelfingen      20. bis 24. September 2018

    Dronfield Citizens‘ Visit in Sindelfingen 20. bis 24. September 2018

    Brexit ?  Mit uns nicht ! sagt die Mehrzahl der 30 Engländer, die aus der Partnerstadt Dronfield vom 20. bis 24. September zu Besuch in Sindelfingen sind. Sie erzählen, dass sie die Verhandlungen als ein Fiasko empfinden und demonstrieren ihre Offenheit für Europa. Fünf Teilnehmer der Gruppe sind zum ersten Mal in Deutschland, ein weiterer Teil zum ersten Mal in Sindelfingen.

    Ute Walker, Dagmar Böhm und Manfred Hess haben das Programm vorbereitet. Nach einer kurzen Begrüßung im Rathaus durch Herrn OB Vöhringer – noch vor dem Einchecken im Hotel Erikson ! – ist ein festliches Abendessen, zu dem der OB eingeladen hat, ein erster Höhepunkt.

    Die drei folgenden Tage sind dicht gefüllt:
    Stadtführung (Gerhard Böhm), Besuch der Fa. Daimler, Ausflug nach Esslingen (Andreas Schneider-Dölker) mit Besichtigung der Sektkellerei Kessler, Fahrt zur Burg Hohenzollern und Spaziergang durch Tübingen. Auch die Sindelfinger Wasserversorgung und die Entwicklung des Flugfelds werden der Gruppe vorgestellt.

    Dennoch:  den Organisatoren ist die persönliche Begegnung der Bürger der beiden Partnerstädte das größte Anliegen. Viele ISPAS-Mitglieder begleiten die Gruppe auf den Ausflügen und sind gar noch zu mehr bereit: Sie laden die Engländer in Kleingruppen von 2 bis 4 Personen zu einem Abendessen zu sich nach Hause ein.Dieser Abend wird ein voller Erfolg! Man schätzt die Gastfreundschaft und die Möglichkeit, ein deutsches Haus zu betreten.

    Am letzten Abend, den ISPAS mit vielen Helfern in der SMTT ausrichtet, ist die Harmonie vollkommen, als David Goater, der Chairman der Dronfield Town Twinning Federation, zum gemeinsamen Liedersingen einlädt. Das Singen wird unterstützt vom Trio Quintfall, das den ganzen Abend musikalisch umrahmt hat.
    In ihren Ansprachen danken Dagmar und David allen Beteiligten. Am Ende steht das Plädoyer für Europa: Wir können den Bau Europas nicht allein den Politikern überlassen, es bedarf unseres Engagements an der Basis.  Der herzliche Abschied hat bestätigt: Man hat ein kleines Stück Europa erlebt.

    KRZ-Artikel

    Text: Dagmar Böhm

    Bild: Ute Walker

  • Dronfielder Bürger in Sindelfingen auf Gegenbesuch

    Dronfielder Bürger in Sindelfingen auf Gegenbesuch

    Die Initiative Städtepartnerschaften Sindelfingen e.V. (ISPAS) hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, durch Bürgerfahrten und Gegenbesuche der Bürger aus den Partnerstädten den europäischen Gedanken zu fördern. Mit Dronfield hat es sich so gefügt, dass man alle zwei Jahre abwechselnd eine Bürgerfahrt veranstaltet. Nachdem 2016 die Sindelfinger in Dronfield gewesen waren, fand der Gegenbesuch dieses Jahr vom 20. bis 24. September statt.

    Die für die Partnerstadt und den Besuch zuständigen Dagmar Böhm, Ute Walker und Martin Hess hatten ein interessantes und von allen sehr gelobtes Programm auf die Beine gestellt.
    Die Besucher wurden mit dem Bus vom Flughafen abgeholt. Beim Empfang im Rathaus und dem Abendessen, zu dem die Stadt eingeladen hatte, konnten die ersten Kontakte geknüpft werden.

    Am zweiten Tag nahmen zwei Gruppen abwechselnd an einer Daimlerführung und einem Stadtrundgang teil. Nach einer kurzen Ruhepause boten die Stadtwerke einen Vortrag, ein Besuch des Wasserwerks und ein schmackhaftes Abendessen an.

    Tags darauf fuhr man mit der S-Bahn nach Esslingen, wo Andreas Schneider-Dölker durch die Stadt führte. Besonders bemerkenswert fanden die Besucher die Führung und Verkostung in der Kessler-Sektkellerei. Anschließend gab es eine Neuerung: Die Dronfielder waren von ISPAS-Mitgliedern und -Freunden zu sich nach Hause zum Abendessen eingeladen worden. Die Organisatorinnen und Organisatoren waren nicht ganz sicher, wie es ankommen würde, aber alle Beteiligten äußerten sich begeistert. Einige der Besucher waren noch nie in Deutschland gewesen, geschweige denn in Sindelfingen, deshalb fanden sie es besonders schön, die Lebensgewohnheite hier in privater Atmosphäre näher kennenzulernen.

    Am dritten Tag begann für die Gruppe der nächste Ausflug  schon früh. Es ging auf die Burg Hohenzollern und nach Tübingen. Die Aussicht von der Burg aus war überwältigend  und sehr klar. Auch wenn man sich gegen den Sturm anstemmen musste, wurden doch viele Fotos geschossen.

    In Tübingen waren die Engländer begeistert von Blumenschmuck überall, den Stocherkähnen und den schönen gepflegten alten Häusern.
    Man wäre gerne noch länger geblieben, aber nach einer Atempause im Hotel wartete schon der ISPAS-Abend im Odeon der SMTT. Die Besucher wollten eigentlich gemütlich vom Hotel zur Musikschule gehen, das verhinderte jedoch ein gewaltiger Regenguss. Ein kurzer Rundruf – und sofort waren die Privatautos unterwegs. Auf die ISPAS-Helfer kann man sich eben immer verlassen.

    Auch der ISPAS-Abend war ein voller Erfolg. Nach dem Sektempfang im Foyer und den Dankesreden im Odeon gab es einen Rückblick – untermalt von einer Bilder-Präsentation – auf die Bürgerfahrt der Sindelfinger nach Dronfield. Das bei ISPAS oft und gerne eingesetzte Trio Quintfall unterhielt gekonnt mit Salonmusik der 30er-Jahre und mit Swing, inhaltlich auch bezogen auf die britischen Besucher. Unterbrochen nur von Reden und vom gemeinsamen Singen aller Anwesenden. Die Dronfielder Organisatoren Janet Smith und David Goater hatten Liedtexte auf Englisch und Deutsch vorbereitet wie Wooden Heart (Muss i denn), Penny Lane oder What a wonderful world. Mit Amazing Grace, wiederum unterstützt durch das Trio Quintfall endete das Singen, und der Small Talk untereinander wurde fortgesetzt.

    Vor dem nachmittäglichen Abflug am Montag blieb noch Zeit für einen geführten Rundgang über das Flugfeld und wahlweise einen Lunch dort oder Shopping in den Mercaden. Bei allen herrschte der Gedanke vor: Wir haben Europa aktiv erlebt.

     

  • Nachlese zur Bürgerfahrt nach Corbeil-Essonnes

    Nachlese zur Bürgerfahrt nach Corbeil-Essonnes

    Liebe Mitreisende der Bürgerfahrt!

    Leider konnte der Termin der Nachlese unserer Bürgerfahrt am Sonntag, 16.09. im Vereinsheim der Gartenfreunde Ochsenallmende nicht wahrgenommen werden, da zu viele der Mitreisenden nicht in Sindelfingen sind und zu wenige Anmeldungen eingingen. Deshalb nun ein neuer Termin am alten Ort: Samstag, 20. Oktober, 19 Uhr

  • Dankesbrief zum Straßenfest 2018

    Dankesbrief zum Straßenfest 2018

    Unterstützung in der Straße der Partnerstädte

    Auch dieses Jahr konnte ISPAS auf die Hilfe zahlreicher Mitglieder und Freunde des Vereins bauen und so den Partnerschaftsabend und die Straße der Partnerstädte zum Erfolg führen. Nicht zuletzt auch durch die Teilnahme und das Engagement der Standbesatzungen aus Sindelfingens Partnerstädten. Dafür möchte sich die Vorsitzende Brigitte Stegmaier bedanken.

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  • Bürgerfahrt nach Corbeil-Essonnes

    Bürgerfahrt nach Corbeil-Essonnes

    Aufgrund der großen Nachfrage ist die Bürgerfahrt in unsere französische Partnerstadt Corbeil-Essonnesvom 28.6. bis 2.7.18 schon ausgebucht. Es können leider keine neuen Anmeldungen angenommen werden

  • 22. Mitgliederversammlung mit Neuwahlen

    22. Mitgliederversammlung mit Neuwahlen

    Alle 2 Jahre wird bei der Initiative Städtepartnerschaften Sindelfingen (ISPAS e.V.) eine neue Vereinsführung gewählt. Der Verein hatte dazu in das Odeon der Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT) eingeladen.
    Und das war gut so. Denn trotz Grippewelle und vorausgesagtem Blitzeis auf den Straßen nahmen 54 von 132 Mitgliedern die Gelegenheit wahr, sich über vergangene und geplante Ereignisse zu informieren und durch die Verabschiedung und Wahl des erweiterten Vorstands und der Kassenprüfer das Vereinsleben ein Stück weit mitzugestalten.

    Einstimmig gewählt wurden in den Vorstand: Brigitte Stegmaier (Vorsitzende), Alexandra Keller (Stellvertretende Vorsitzende), Ute Walker (Stellvertretende Vorsitzende), Wolfgang Trefz (Schatzmeister), Ursula Steinhübl (Schriftführerin/Pressewart) und in den erweiterten Vorstand als Sprecherinnen und Sprecher für die Partnerstädte: Chelm: Dorothea Bühler, Hildegard Stein; Corbeil-Essonnes: Christian Stepper, Sabine Liedtke; Dronfield: Dagmar Böhm, Ute Walker; Györ: Gábor Bende, N.N. (wird noch gesucht); Schaffhausen: Brigitte Stegmaier, Gudrun Stauffer; Sondrio: Italia Graziano Frazzetta, Gudrun Kemmerling; Torgau: Alexandra Keller, Ingrid Pitterle.  Als Kassenprüfer wurden Bernd Laurer und Karlklaus Klemme gewählt. Die Wahl wurde in bewährter Weise von Astrid Paul geleitet. Verabschiedet wurden die Sprecherinnen Andrea Abendroth, Torgau, und Réka Szöcs, Györ.

    Ein besonderes Anliegen war es Brigitte Stegmaier, allen Vorstandsmitgliedern und Mithelfern im Verein und außerhalb des Vereins zu danken, die ihre Zeit und ihr Engagement bei allen Aktivitäten Jahr für Jahr zur Verfügung stellen. Angeschlossen war die Bitte, den Verein auch 2018 tatkräftig zu unterstützen. Explizit dankte sie noch Simone Becker, die sich mit dem komplizierten Verfahren für das Jugendprojekt Erasmus+ auseinandergesetzt hat und mit einem Team von fünf Personen dieses Projekt stemmt. Simone Becker erläuterte später, dass die EU kein Spaßprojekt mit Theateraufführung bezuschusst, sondern das Ganze mit genauen Zielvorgaben an das politische und soziale Zusammenleben der jungen Europäer versieht. Es ist sehr wichtig, dass junge EU-Bürger das Leben und die Erfahrungen in den anderen Teilnehmerländern kennenlernen. ISPAS ist stolz, die vielen Hürden bei der Auswahl überwunden zu haben. Das Projekt fand 2017 zum achten Mal in Sindelfingen statt.

    Die Bürgerfahrten 2017 nach Torgau und nach Sondrio wurden von Alexandra Keller und Gudrun Kemmerling noch einmal in Powerpoint-Präsentationen vorgeführt und kommentiert. Dieses Jahr wird es eine Bürgerfahrt vom 28. Juni bis 2. Juli nach Corbeil-Essonnes und einen Gegenbesuch der Dronfielder vom 20. bis 24. September nach Sindelfingen geben. Auch hier werden natürlich wie zum Internationalen Straßenfest im Juni noch Helferinnen und Helfer gesucht. Der Abend klang aus mit Wiedersehensfreude und guten Gesprächen bei Fingerfood und Getränken.

    Von links: Ursula Steinhübl, Gábor Bende, Wolfgang Trefz, Brigitte Stegmaier, Hildegard Stein, Sabine Liedtke, Gudrun Kemmerling, Alexandra Keller, Christian Stepper, Ingrid Pitterle, Dagmar Böhm
    Nicht im Bild: Dorothea Bühler, Ute Walker, Italia Graziano Frazzetta, Gudrun Stauffer

    Die neuen Vorstände von links: Ursula Steinhübl, Gábor Bende, Wolfgang Trefz, Brigitte Stegmaier, Hildegard Stein, Sabine Liedtke, Gudrun Kemmerling, Alexandra Keller, Christian Stepper, Ingrid Pitterle, Dagmar Böhm.
    Nicht im Bild: Dorothea Bühler, Ute Walker, Italia Graziano Frazzetta, Gudrun Stauffer

  • Leider bereits ausgebucht: Bürgerfahrt nach Sondrio

    Leider bereits ausgebucht: Bürgerfahrt nach Sondrio

    Liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereins,

    sehr geehrte Damen und Herren,

    schon viel ist über unsere zweite Bürgerfahrt des Jahres gesprochen worden. Nun ist es endlich soweit, und ich kann Ihnen für die Bürgerfahrt nach Sondrio vom 28. September bis 03. Oktober 2017 Programminformationen und ein Anmeldeformular schicken.

    Panorama della città di Sondrio
    Panorama della città di Sondrio

    Diese Bürgerfahrt ist eine unserer bisher längsten Reisen. Sie dauert sechs Tage mit fünf Übernachtungen, die immer im gleichen Hotel sein werden. Der Name des Hotels wird Ihnen rechtzeitig mitgeteilt.

    Mit Hilfe von Frau Dr. Stefania Stoppani (Stadt Sondrio) wurde das Reiseprogramm zusammengestellt. Neben den gemeinsamen Aktivitäten werden Sie genügend freie Zeit haben, um Sondrio alleine zu erkunden oder eine kleine Wanderung durch die Weinberge zu machen. Dafür ist der Herbst die richtige Zeit.

    Bei Interesse an unserer Reise melden Sie sich bitte schnell an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Um die Reise durchführen zu können, sollten 30 Personen mitfahren. Bitte schicken oder mailen Sie Ihre Anmeldung rechtzeitig, spätestens jedoch bis zum 10. September 2017 an mich zurück. Das detaillierte Programm erhalten Sie dann zusammen mit der Rechnung.

    Frau Dr. Gudrun Kemmerling und Frau Italia Frazzetta, in unserem Verein zuständig für Sondrio, werden diese Reise begleiten und ggfl. Dolmetschertätigkeiten übernehmen.

    Wir freuen uns, dass diese Bürgerfahrt nach Sondrio stattfinden kann und sind gespannt, wer sich für diese schöne Reise entscheidet.

    Brigitte Stegmaier

    Viele Grüße,

    Brigitte Stegmaier

    Vorsitzende

    Das Reiseprogramm kann hier heruntergeladen werden.

  • Bericht zur Bürgerfahrt in Sindelfingens Partnerstadt Torgau vom 29. Juni bis 02. Juli 2017

    Bericht zur Bürgerfahrt in Sindelfingens Partnerstadt Torgau vom 29. Juni bis 02. Juli 2017

    Die Reisegruppe vor Schloss Hartenfels, Torgau

    44 Reisende freuten sich auf die Bürgerfahrt nach Torgau; die Reise begann am Donnerstag pünktlich um 07:30 Uhr – leider bei strömendem Regen. Dies tat jedoch der guten Laune der Teilnehmenden keinen Abbruch.

    Die erste Station unserer Reise war Erfurt, Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen. Nach einem leckeren, mittelalterlichen Mittagessen zwischen Ritterrüstungen und rustikalem Ambiente im Wirtshaus „Christoffel“ warteten zwei Gästeführer für den Stadtrundgang auf uns.

    In zwei Gruppen aufgeteilt, gingen wir durch den mittelalterlich geprägten Altstadtkern Erfurts. Vorbei am Collegium Maius, dem ehemaligen Hauptgebäude der Alten Universität und heutigem Landeskirchenamt der evangelischen Kirche. Am Fluss Gera machten wir Station an der Kramerbrücke. Die Kramerbrücke gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen und ältesten Bauwerken Erfurts. Die Besonderheit dieser Brücke ist, dass sie (so unser Stadtführer) die einzige Brücke Europas ist, die eine beidseitige, geschlossene Bebauung mit Fachwerkhäusern aufweist und sie ist Teil des alten Handelswegs „Via Regia“.

    Weiter ginge es zum Rathaus und zum „Fischmarkt“ mit seinen wunderschönen Patrizierhäusern aus der Renaissance.

    Erstmals urkundlich erwähnt wurde Erfurt 742 zusammen mit der Errichtung des Bistums Erfurt. Im Jahre 1389 wurde die Universität Erfurt als dritte Universität in Deutschland errichtet. Der bekannteste Student dieser Universität war ohne Frage Martin Luther.

    Eine weitere Station war der Waidspeicher. Erfurt gehörte bereits im 13. Jahrhundert zu den größten Waidmärkten des Reiches. Das Färberwaid oder auch „Deutsche Indigo“ wurde rund um Erfurt angebaut. Um aus dieser Pflanze die Blaue Farbe zu gewinnen, mussten die Blätter zunächst zu Mus verarbeitet und anschließend zu sogenannten Waidballen geformt und getrocknet werden. Für die endgültige Farbgewinnung, mussten nun die getrockneten Bällchen mit Harnstoff – damals also Urin – angefeuchtet werden. Harnstoff so begehrt, dass vor den Waidspeichern die Passanten sogar bezahlt wurden, wenn sie ihren Urin „abgaben“.

    Die knapp zweistündige Stadtführung endete auf dem Domplatz vor dem Erfurter Dom und der Severikirche. Sehenswert im Dom ist die „Gloriosa“, die größte freischwingende mittelalterlichen Kirchenglocke der Welt.

    Vom Domplatz hatten wir noch einen schönen Blick auf die barocke Zitadelle Peterberg. Für eine Besichtigung reichte leider die Zeit nicht mehr. Wir mussten ja weiter nach Torgau.

    Erfurt, Blick auf die Kramerbrücke

    In Torgau angekommen, bezogen wir unsere Hotelzimmer. Anschließend ging es gemeinsam zum Abendessen in das Restaurant „Herr Käthe“. Dort wartete als kulinarischer Abschluss des 1. Abends ein fünfgängiges ‚Reformationsmenü‘ auf uns mit allerlei Köstlichkeiten der damaligen Zeit. Als ersten Gang wurde eine Kürbissuppe serviert, weiter ging es mit einer mit Speck ummantelte Wachtel dazu Hirsebrei. Als dritten Gang gab es sautierten Flussfisch mit Flusskrebsen und anschließend als Hauptgang eine Entenkeule mit Erbsenbrei; zum Nachtisch wurden dann noch äußerst leckerer Plinsen (Pfannenkuchen) mit Apfelkompott aufgetischt. Bei diesem Essen wurden wir wirklich in die Zeit von Martin Luther versetzt. Müde und satt beendeten wir den ersten Tag unserer Reise

    Der zweite Tag, Freitag, war unser „Torgau-Tag“.
    Um 10 Uhr empfing uns Frau Oberbürgermeisterin Barth im wunderschönen Rathaus der Stadt. Bei Getränken und Keksen wurden wir mit einem Film über Luthers Frau Katherina auf unsere anschließende Stadtführung eingestimmt. Schülerinnen und Schülern des Torgauer Gymnasium haben diesen Film erarbeitet und produziert. Nach dem Empfang ging es mit Katharina von Bora (auch Herr Käthe oder Katharina Luther genannt) in Person von Frau Meinel, in Gewand und Sprache der Reformationszeit durch die schöne Stadt Torgau.

    Empfang durch Frau Oberbürgermeisterin Barth; hier Brigitte Stegmaier, Vorsitzende links, sowie Alexandra Keller, stellvertretende Vorsitzende, rechts

    Ein Stadtbummel durch die historische Altstadt von Torgau gleicht einer Zeitreise in die Renaissance. Besonders beeindruckend ist der Markt mit dem Renaissance-Rathaus und dem Ensemble prächtiger Patrizierhäuser. Zudem befinden sich in der Stadt das älteste Spielwarengeschäft Deutschlands und eine der ältesten Apotheken Sachsens, die Mohrenapotheke.

    Viel Zeit verbrachten wir in dem zum Museum ausgebauten Bürgermeister Ringenhain-Haus. Dieses von außen schlichte Bürgerhaus überrascht innen mit seinen aufwendig gestalteten Decken- und Wandgemälden des 16. Jahrhunderts. Historische Möbel und Einrichtung verschafften uns einen Einblick in die Lebensweise der damaligen Zeit. Das Ringenhain-Haus ist das kultur- und kunsthistorisch bedeutendste Bürgerhaus der Renaissance in Mitteldeutschland.

    „Torgaus Bauten übertreffen an Schönheit alle aus der Antike“, hat Martin Luther gesagt. Das gilt damals wie heute: 500 Baudenkmale im Stil der Renaissance und der Spätgotik machen Torgau in Sachsen zu einem städtebaulichen Kleinod von internationalem Rang.

    Der große Wendelstein

    Das beeindruckendste Bauwerk der Stadt ist Schloss Hartenfels mit dem großen Wendelstein: Wie ein Schneckenhaus führt die elegant gewundene steinerne Treppe nach oben. Die Schlosskirche wurde nach Luthers Vorgaben errichtet und von Reformator 1544 persönlich geweiht. Doch nicht nur Luther selbst wird in Torgau geehrt. 1552 floh seine Witwe vor der Pest mit ihren Kindern nach Torgau, wo sie kurz darauf verstarb. In ihrem Sterbehaus erinnert ein Museum an die „berühmteste Pfarrfrau der Welt“, Katharina von Bora.

    Stimmungsvoller Abschluss der Stadtführung war ein Orgelkonzert von Ekkehard Saretz in der Schlosskirche. Herr Saretz war schon des Öfteren für Orgelkonzerte in Sindelfingen.

    Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, damit jeder Torgau für sich genießen konnte. Am Abend trafen sich alle im Café im Schloss. Diesen Abend organisierte für uns Eberhard Sowa, der seit vielen Jahren immer wieder zum Straßenfest nach Sindelfingen kommt, aber auch als Nikolaus an unserem Weihnachtsmarkt bekannt ist. Wir erfreuten uns an einem lecker leichten Sommerbüffet und Gesangseinlagen.

    Schlosskirche zu Wittenberg

    Der dritte Tag unserer Reise führte in die Lutherstadt Wittenberg.
    Wir begannen unsere Erkundigungen mit einer wunderschönen Panorama-Schifffahrt auf der Elbe. Die Fahrt führte uns zwei Stunden durch das UNESCO Weltnaturerbe „Flusslandschaft Elbe“, dem Biosphärenreservat Mittelelbe. Gemütlich schipperten wir durch die naturbelassene Auenlandschaft mit seiner einzigartigen Flora und Fauna. Zur Stärkung wurde uns an Bord noch ein kleines Mittagessen serviert.

    Thesentür an der Schlosskirche

    Nach der Schifffahrt gab es noch genügend Zeit, Wittenberg schon einmal vorab auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir uns zur Stadtführung an der Schlosskirche trafen. Highlights der Stadtführung waren die vier UNESCO Weltkulturerben der Stadt: die Schlosskirche zu Wittenberg, die Stadtkirche St. Martin, das Melanchthonhaus sowie das Lutherhaus.

    Martin Luther und die Reformation machten zweifelsohne die Stadt Wittenberg weltberühmt. Entscheidend geprägt haben die heutige Lutherstadt lange vorher die askanischen Herzöge von Sachsen. Sie bestimmen die Kirche des Wittenberger Franziskanerklosters um 1270 zum Ort ihrer Familiengrablege.

    Die Schlosskirche war zu dieser Zeit auch die Aula der Universität. Die damalige hölzerne Kirchentür diente den Studenten und Professoren als „schwarzes Brett“, an das Martin Luther seine 95 Thesen angeschlagen hat. Die Originaltür wurde leider durch ein Feuer vernichtet. Heute ist eine prächtige Bronzetür angebracht, auf der die 95 Thesen dargestellt sind.

    Gemäldesignatur von Lucas Cranach

    Besonders interessant war die Anlage der Wohn- und Arbeitshäuser der Familie Lucas Cranach, der ein begnadeter Maler und ein ebensolcher Geschäftsmann war. Er war im Übrigen der einzige Maler, der Martin Luther porträtieren durfte. In der Stadtkirche St. Martin, dem ältesten Gebäude der Stadt, sind neben dem berühmten Reformationsaltar auch weitere Werke von Lucas Cranach dem Älteren sowie Lucas Cranach dem Jüngeren zu bestaunen. Die Gemäldesignatur von Lucas Cranach war die geflügelte Schlange und gilt als eins der ersten Warenzeichen der Welt. In der Werkstatt von Cranach wurden schätzungsweise 5.000 Gemälde erschaffen.

    Eine weitere Station unserer Stadtführung führte uns zum Wohnhaus von Philipp Melanchthon, einem Studienkollegen und Weggefährten Luthers.

    Das Lutherhaus, ein früheres Augustinerkloster, war nicht nur Wohnhaus der Familie Luther, sondern diente Martin Luther auch zu Vorlesungen vor Studenten aus aller Welt. Während sich Martin Luther mit geistigen Themen beschäftigte, führte Katharina den Haushalt wie ein mittelständisches Unternehmen. Ihr zu Ehren ziert eine Bronzestatue den Innenhof.

    Wieder zurück in Torgau ließen wir den Abend dank einer Einladung der Torgauer Feuerwehr mit sächsischen Bratwürsten und Bier ausklingen. Sehr interessant waren diverse Führungen durch das Feuerwehrmagazin.

    Der vierte und letzte Tag unserer Bürgerfahrt begann sehr früh um 7.30 Uhr mit der Abfahrt nach Weimar. Dort wurden wir bereits wieder von den Stadtführern erwartet. Weimar ist wohl die bekannteste Stadt im Freistaat Thüringen. Eng verbunden mit Weimar sind die Namen der Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller.

    Goethe-und Schiller-Denkmal in Weimar

    Noch heute sind die beiden Wohnhäuser von Goethe und Schiller die beliebtesten Ziele für Touristen. Das ehemalige Wohnhaus von Goethe am Frauenplan bietet Einblicke in die Wohn- und Arbeitsräume des bekanntesten deutschen Dichters. Unweit des Goethehauses befindet sich das Schillerhaus, in dem die Wohn- und Arbeitsräume von Schiller zu sehen sind.

    Vor dem Nationaltheater steht das Goethe-und-Schiller-Denkmal, das 1857 enthüllt wurde. Dieses Denkmal zeigt schön auf, dass Goethe und Schiller sich gegenseitig respektierten, aber wahrlich keine Freunde waren.

    Im Zentrum Weimars liegt der „Park an der Ilm“, dessen Gestaltung damals von Goethe stark beeinflusst wurde. In diesem Park befindet sich auch Goethes Gartenhaus, in welchem der Dichter zahlreichen seiner Werke schrieb.

    In der Stadtmitte befindet sich das Residenzschloss, das zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

    Als weiteres UNESCO Weltkulturerbe besuchten wir die Herderkirche (Stadtkirche St. Peter und Paul). Sehenswert ist in dieser Kirche das dreiflüglige Altarbild, welches von Lucas Cranach dem Älteren begonnen und von Lucas Cranach dem Jüngeren vollendet wurde. Auch Martin Luther war zwischen 1518 und 1540 des Öfteren in Weimar und predigte in der Stadtkirche.

    Als Gegensatz zur klassischen Seite Weimars präsentiert sich das moderne Weimar. Unter anderem wurde hier im Jahr 1919 das Bauhaus gegründet, welches für modernes Wohnen und für modernes Design steht. An die Anfangsjahre und die Geschichte der Bauhaus-Bewegung erinnert heute das Bauhaus-Museum.

    Nach einem Mittagessen im „Sächsischen Hof“ ging es mit unserem Bus der Firma Hassler Reisen wieder zurück nach Sindelfingen. Eine sehr schöne und informative Reise war zu Ende. Die Stadtführungen waren äußerst fachkundig und sehr informativ. Für uns alle war es nicht nur eine Reise in die Partnerstadt Torgau. Wir befanden uns vier Tage lang auf den Spuren von Martin Luther und tauchten ein in die Kultur- und Reformationszeit mit seiner Geschichte.

    In einem waren wir uns alle einig, auf die nächste Bürgerfahrt nach Torgau werden wir nicht wieder 13 Jahre warten, sondern diese definitiv früher planen. Die nächste Gelegenheit wäre ein Besuch der Landesgartenschau in Torgau 2022.

    Wir hoffen, dass Torgau zum 30jährigen Bestehen der Partnerschaft auch eine Bürgerfahrt nach Sindelfingen vorsieht – wir würden uns sehr darüber freuen.

    Text: Brigitte Stegmaier / Alexandra Keller, Fotos: Alexandra Keller / Werner Stähle

  • STRANDGUT – Der Film

    STRANDGUT – Der Film

    „3 Dinge – 3 Dinge, die Du mitnehmen würdest, wenn Du aus Deiner Heimat fliehen müßtest.“

    Unsere europäische Jugendbegegnung 2016 stand unter dem Thema „Grenzerfahrungen – Borderline Experiences. Meine Grenzen. Unsere Grenzen. Die Grenzen Europas.“

    42 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren aus 7 Ländern der Europäischen Gemeinschaft – Polen, Ungarn, Italien, Kroatien, England, Frankreich und Deutschland – kamen in Sindelfingen zur interkulturellen Theater-Performance zusammen. Inhalt des gemeinsamen Workshops war es, die eigenen Lebensbedingungen mit den Lebensbedingungen der Menschen zu konfrontieren, die sich auf die Flucht begeben haben, um den katastrophalen Lebensbedingungen in ihrer Heimat zu entkommen.

     

    Die Jugendbegegnung wurde gefördert durch Erasmus+, ein Förderprogramm der Europäischen Union im Bereich Jugend. Ziel der geförderten Jugendbegegnungen ist es, Solidarität und Toleranz unter jungen Menschen zu entwickeln, gegenseitiges Verständnis zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Ländern zu fördern und den sozialen Zusammenhalt der Europäischen Union zu stärken. Dass es wie in den Jahren zuvor ein gelungener Event war, zeigt euch das Video!