Kategorie: Aktuelles

Neuigkeiten rund um ISPAS e.V.

  • Bericht über Erasmus+ Jugend in Aktion 2016

    Bericht über Erasmus+ Jugend in Aktion 2016

    GRENZERFAHRUNGEN – BORDERLINE EXPERIENCES. Meine Grenzen. Unsere Grenzen. Die Grenzen Europas.

    Autor: Ulrich Von der Mülbe

    Der Verein „Initiative Städtepartnerschaften Sindelfingen e.V.“ (ISPAS) hatte im November 2016 – inzwischen bereits zum siebten Mal – zu dem interkulturellen Jugendprojekt “GRENZERFAHRUNGEN – BORDERLINE EXPERIENCES. Meine Grenzen. Unsere Grenzen. Die Grenzen Europas.“ eingeladen: 37 Jugendliche im Alter von 15 – 18 Jahren kamen aus 7 Ländern der Europäischen Gemeinschaft, aus England, Frankreich, Italien, Kroatien, Ungarn, Polen und Deutschland im Rahmen von Erasmus+ als Gäste von ISPAS für 10 Tage nach Sindelfingen. (mehr …)

  • „Pulse of Europe“. Kundgebung am Sonntag, 23. April auf dem Flugfeld

    „Pulse of Europe“. Kundgebung am Sonntag, 23. April auf dem Flugfeld

    Pressemitteilung der Europa-Union Deutschland e.V., Kreisverband Böblingen:

    Zeichen setzen für Europa – die Europa-Union Kreisverband Böblingen unterstützt die Bewegung „Pulse of Europe“. Kundgebung am Sonntag, 23. April auf dem Flugfeld

    Nach der ersten Kundgebung vor zwei Wochen, lädt die Europa-Union Kreisverband Böblingen erneut für kommenden Sonntag, den 23. April um 14 Uhr auf den Hanns-Klemm-Platz auf dem Flugfeld Böblingen-Sindelfingen zu einer Kundgebung ein.

    Durch nationalistische und radikale Bestrebungen gerät das Ziel eines Europas in dem die Achtung der Menschwürde, die Rechtsstaatlichkeit, freiheitliches Denken und Handeln, Toleranz und Respekt selbstverständliche Grundlage des Gemeinwesens sind, in Gefahr.

    Da eine Mehrheit der Bevölkerung hinter der europäischen Idee steht, soll gemeinsam ein sichtbares Zeichen für ein geeintes und starkes Europa gesetzt werden.

    Die Kreisvorsitzende Sabine Kober und weitere Mitstreiter laden herzlich zu einem Austausch über Europa ein und hoffen auf gute Gespräche und zahlreiche Besucherinnen und Besucher für ein zukunftsfähiges Europa.

    Kurzinformation Europa-Union Deutschland: Die Europa-Union ist eine deutschlandweit tätige Nichtregierungsorganisation, die seit 1946 für eine weitreichende europäische Integration eintritt – unabhängig und überparteilich. Die Europa-Union ist lokal, regional und national aktiv und vereint unter ihren 17.000 Mitgliedern Vertreterinnen und Vertreter aller gesellschaftlichen Gruppen. Als Mittlerin zwischen Bürgerinnen und Bürgern und den Institutionen auf allen Ebenen der europäischen Politik engagiert sie sich für ein „Europa der Bürger“, das von einem möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens getragen wird. Die Europa-Union ist der deutsche Zweig der Union Europäischer Föderalisten [UEF] und gemeinsam mit ihrem Jugendverband Junge Europäische Föderalisten [JEF] Mitglied des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland [EBD]. www.europa-union.de

    Kreisgeschäftsführerin Astrid Paul, Europa-Union Deutschland e.V., Kreisverband Böblingen

  • An Europa Interessierte auf dem Flugfeld

    An Europa Interessierte auf dem Flugfeld

    Der Kreisverein der Europa-Union hatte auf den Hanns-Klemm-Platz eingeladen und ca. 60 Interessierte kamen, davon sehr viele ISPAS-Mitglieder.

    Es ging darum, am Sonntag, 9. April, 14 Uhr, Flagge zu zeigen für Europa. Das Ganze war als Unterstützung für Pulse of Europe gedacht.

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  • 21. Jahreshauptversammlung der Initiative Städtepartnerschaften Sindelfingen in der SMTT

    21. Jahreshauptversammlung der Initiative Städtepartnerschaften Sindelfingen in der SMTT

    Die Vorsitzende Brigitte Stegmaier begrüßte die Anwesenden mit einer Rückschau auf das vergangene und einer Vorschau auf dieses Jahr. Die Rückschau bezog sich auf die Fahrt zum Europarat nach Straßburg im März, die das Geschenk der Stadt zum 20-Jahr-Jubiläum von ISPAS war, auf das Internationale Straßenfest im Juni,  auf die erste Bürgerfahrt nach Chełm im Juli, die Bürgerfahrt nach Dronfield im September, auf das Projekt Erasmus+ Jugend in Aktion im November und die Betreuung der Delegationen zum Volkstrauertag ebenfalls im November. Ein großes Dankeschön ging an alle Helferinnen und Helfer, Gastgeber und Gastgeberinnen und natürlich Organisatoren und Organisatorinnen.

    Jetzt laufen schon die Vorbereitungen auf das Internationale Straßenfest 2017, die Anträge an die EU für Jugend in Aktion und auf die beiden Bürgerfahrten nach Torgau vom 29.6. bis 2.7 und Sondrio Ende September.  Auch dieses Jahr werden wieder der Volkstrauertag und der Weihnachtsmarkt mitbetreut. Am Weihnachtsmarkt nehmen schon jahrelang Györ und Torgau teil. Geplant sind noch kulinarische Tage mit Sondrio im Oktober/November in Sindelfingen und eventuell die Teilnahme von Schaffhauser und Torgauer Jugendlichen an den diesjährigen Literaturtagen im Oktober.

    Brigitte Stegmaier verwies noch auf die geänderte Website des Vereins (www.ispas-ev.de), die jetzt vom neuen Internet-Beauftragten Wolfgang Mehl betreut wird. Sie bedankte sich noch explizit bei Roland Stein, zuständig für die Städtepartnerschaften im Amt für Internationale Angelegenheiten der Stadt Sindelfingen. Sie meinte, nur gemeinsam könne man etwas erreichen und die Städtepartnerschaften erfolgreich pflegen und betreuen. ISPAS hat im Moment 117 Mitglieder, davon 7 neue. Im Verlauf des Abends wurde eine moderate Erhöhung der Einzel- und Mitgliedsbeiträge beschlossen und die Gebühren für Schüler und Studenten abgeschafft. Das entscheidende Argument war, dass man so vielleicht mehr junge Leute an den Verein binden könne.

    Die Berichte der Sprecherinnen und Sprecher der einzelnen Partnerstädte waren interessant, vor allem die unterhaltsamen, durch Bilderschau unterstützten Berichte von den Bürgerfahrten nach Chełm und Dronfield. Mit Smalltalk beim Stehempfang im Foyer der SMTT ging die Versammlung zu Ende.

    Ursula Steinhübl

  • XVI. Büchersalon in Győr vom 18. – 20. November 2016

    XVI. Büchersalon in Győr vom 18. – 20. November 2016

    Reißender Absatz deutschsprachiger Bücher.

    Zum sechzehnten Mal veranstaltete die Stadt Győr in diesem Jahr ihren Büchersalon. Eigentlich eine rein ungarische Angelegenheit möchte man meinen. Denn bis auf eine klitzekleine Ausnahme stellen dort ungarische Verlage, Buchhändler, Autoren und Übersetzer ihre Produkte vor. (mehr …)

  • Bürgerfahrt nach Chełm / Polen vom 07. bis 12. Juli 2016

    Bürgerfahrt nach Chełm / Polen vom 07. bis 12. Juli 2016

    37 Bürgerinnen und Bürger fuhren am 07. Juli pünktlich mit einem Reisebus der Firma Hassler zum Flughafen und mit dem Flieger weiter nach Krakau.

    07. Juli Ankunft

    Nach einem ruhigen Flug kommen wir 20 min. früher als geplant in Krakau an. Unsere erste Reiseführerin unterhält uns in einem lustigen Kauderwelsch. Wir fahren durch eine landwirtschaftlich geprägte kleinräumige intensiv genutzte und gepflegte Landschaft. Weizen- und kleine Gemüsefelder, die an unsere schwäbischen Handtuchfelder erinnern, wechseln sich ab. In der Ferne sehen wir das älteste Gebirge Europas, das 400 Mio. Jahre alte Heiligkreuzgebirge. Es galt auch als Treffpunkt von Hexen.

    Die Führerin rühmt Polen als Hauptanzuchtgebiet von Tomaten, es gäbe auch 1.200 Erdbeersorten. Es wird auch Dessertwein angebaut. An der Strasse ziehen sich kilometerlang Obstanlagen hin. Neben Kernobst auch Beeren aller Art.

    Uli Fritz informiert:

    Polen ist etwa so groß wie Deutschland, hat aber nur halb so viel Einwohner. Auch die Landwirtschafts- und Waldflächen sind ähnlich. Die angebliche Arbeitslosigkeit von 7% wird von der Reiseführerin in Frage gestellt. Es gäbe wenig Unterstützung vom Staat und daher gingen viele zu Arbeit und Studium ins Ausland. 40% der Polen lebten im Ausland, es gäbe z.B. auch in Frankfurt polnisch geprägte Stadtteile. Das polnische Parlament verabschiedet 1791 die erste moderne Verfassung, die auch Vorbild der amerikanischen Verfassung ist. 1918 wurde Polen auf Druck der USA wieder gegründet. Bei Lublin befinden sich die größten Kohleflöze Europas. Es werden auch neue erschlossen. Polen setzt auf Kohle.

    Im Schlösschen Palac Smilowice essen wir in sehr schönem Ambiente sehr gut.

    Für 3 Tage machen wir Station im Hotel Kamena in Chełm. Das Abendessen nehmen wir im Restaurant Toscana ein.

    08. Juli in Chełm

    Unter der Leitung von Aneta Szostak besichtigen wir Chełm und Umgebung. Auf einem Hügel über Chełm liegt das Kloster und der Ursprung von Chełm, aus dem 13. Jahrhundert. Unterwegs besuchen wir eine sehr gute Bäckerei, mit vielfältigem Angebot, die auch sehr gutes Eis bietet. Danach gehen wir in die Katakomben des Kalkbergwerks. Kilometerlange Tunnel, die sehr gut restauriert sind, unterhöhlen Chełm. Früher wurde von jedem Haus aus planlos gegraben, bis Mitte des 19. Jahrhunderts, dies untersagt wurde. Die Kreidegruben befinden sich jetzt außerhalb. Die Kreide ist u.a. Bestandteil von Zahnpasta. Gruseliger Höhepunkt ist das Erscheinen des Geistes. Das Mittagessen nehmen wir in Restaurant Gesie Sprawki ein. Es gibt u.a. mit Kalbfleisch gefüllte Pilze. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Ich besuche Familie Obst, mit Cerealienfabrik, deren Sohn bei uns als Gast während des ERASMUS-Programms war. Abends werden wir im Forellenrestaurant Pstragowo vom Vizebürgermeister empfangen.
    09. Juli Lublin und Umgebung

    ispas-gruppe-2016Der Ursprung Polens liegt, lt. Reiseführerin in der Lubliner und Chełmer Gegend. Ursprünglich drängte Polen nach Osten. Die Ukraine mit Wilna und Kiew, bis ans Schwarze Meer, umfasste das großpolnische Reich. Die Ukrainer erhoben sich im 2. Weltkrieg gegen die Polen und haben 30.000 ermordet.

    1965 gab es bereits den Hirtenbrief der polnischen Bischöfe zur Versöhnung mit Deutschland. 80% der Polen behaupten praktizierende Katholiken zu sein.

    Die polnischen Bauern haben sich der Kollektivierung erfolgreich widersetzt.

    Allerheiligen ist ein großes Fest über 2 Tage, das auch der Familienzusammenführung dient, dementsprechend ist auch der Verkehr.

    Neben Posen ist Gniesen, das alte Zentrum von Großpolen. Dort ist auch der Sitz des Primas. Gniesen bedeutet Nest des weißen Adlers. Darauf soll auch das Weiß in der polnischen Flagge hindeuten.

    Besuch des Schlosses  Kozlowka:

    Seit 1799 ist die Geschichte des verspielten Schlösschen Kozłówka unweit von Lublin untrennbar mit den Zamoyskis, einer der prominentesten Familien unter der polnischen Aristokratie, verbunden. Die große Bedeutung der Familie begründete der humanistisch umfassend gebildete (1563 wurde er zum Rektor der Juristischen Fakultät der Universität von Padua gewählt.) Großkanzler und Feldherr Jan Zamoyski (1542-1605). Er schuf das erste Majorat auf polnischem Gebiet (die sog. Ordynacja Zamojska, aufgelöst erst nach dem Zweiten Weltkrieg im Zuge der Bodenreform), gründete die „ideale“ Stadt Zamość und stiftete hier die Akademia Zamojska – die nach den Universitäten in Krakau und Wilna dritte polnische Hochschule. Jan Zamoyski erbte 3 Dörfer und gründete 149 Dörfer, 6 Städte, viele Mühlen, Brauereien und Schmieden. Die Familie leistete immer Widerstand gegen die Besatzer. 1944 wurde sie enteignet, behielt nur noch Wohnrecht im Schloss.

    Lublin:

    Wir gehen durch eine prächtige Stadt mit schönen bemalten gotischen Häusern. Die Schlosskapelle von 1430 ist byzantinischen Ikonenstil bemalt.

    1865 waren 60% der Bevölkerung jüdisch. Heute gibt es fast keine Juden mehr.

    Exkurs zur Geschichte:

    966 bewog die aus Tschechien stammende christliche Königin ihren Mann das Christentum anzunehmen. Dies fiel in die Zeit der Begründung des 1. Königtums, mit Unterstützung des Kaisers Ottos des Ersten, dem der polnische König lehenspflichtig war.

    Maidanek:

    Beklemmender Aufenthalt im ehemaligen Konzentrationslager. In den Schlafbaracken waren teilweise bis zu tausend Frauen, anfangs ohne Pritschen bzw. sonstiger Einrichtung eingepfercht. Es gab mehrere Felder  a`24 Baracken. Es war kein erklärtes Vernichtungslager, aber es herrschten chaotische Zustände und der Tod der Häftlinge war einkalkuliert und erklärtes Ziel. Das Lager liegt in unmittelbarer Nachbarschaft von Lublin, die Häftlinge wurden über die Hauptstraße getrieben und der Gestank der Verbrennungsöfen lag über der Stadt.

    blick-auf-die-stadt_Abends in Chełm:

    Treffen mit den Deutschlehrerinnen und sehr schönem Buffet mit Flusskrebsen im Restaurant Gospoda 100 Pociech. Die meisten Lehrerinnen sind trotz Ferienzeit gekommen und wir erleben einen sehr unterhaltsamen Abend. Höhepunkt ist die Lesung aus dem “König der Diebe” und das Vorspielen von Rappsongs nach klassischen Vorbildern, u.a. “Der Erlkönig”. Es wird auch Interesse für einen Besuch des ISF bekundet. Es soll ein Team mit einer Gastronomielehrerin kommen, der Stadtvizepräsident will sich um den Transport kümmern.

    10. Juli Aufbruch von Chełm

    Exkurs in Geschichte:

    Der Sieg des polnischen Königs über die Deutschordensritter im Jahr im Jahr 1410 wird alljährlich am 14.07. nachgestellt.

    Auffallend unterwegs sind die vielen Neubauten einheitlich in Gelb und mit Säulen; angeblich in Eigenleistung gebaut von Auslandspolen.

    Die erste Autobahn führt von Kattowitz nach Warschau – 400 km. Eine weitere wurde, mit Unterstützung der EU von Dresden nach Breslau – 100 km- gebaut.

    Lt. Reiseführerin ist die kath. Kirche sehr reich; trotzdem bekommen Priester eine “gute” Rente vom Staat.

    Szczebrzeszyn [ʃtʃɛ’bʒɛʃɨn]: berühmt für seinen Zungenbrecher über den Käfer im Schilfrohr

    Naturschutzgebiet Roztocze:

    Gut erschlossen mit Holzbohlenwegen. Es bietet sich für einen Kurzurlaub in Bungalows an; wir haben in der Kürze der Zeit nur einen kleinen Eindruck. Infolge der nationalen Aufstände sind auch heute noch die Bäume mit Kugeln durchsiebt, welches immer noch Probleme beim Sägen erzeugt. Die Holzkirche bei Gorecko mit der schönen Umgebung, mit Baumheiligtümern und einer sprudelnden Quelle laden zum Verweilen ein, aber die Zeit drängt.

    Zamosc – Perle der Renaissance:

    Die nächste Station ist für mich die schönste Stadt, die nicht einmal von den italienischen Städten übertroffen wird. Architekten werden noch heute Bernardo Morando beneiden. Der venezianische Architekt bekam Ende des 16. Jahrhunderts vom damaligen Großkanzler Jan Zamoyski den Auftrag zum Bau von Zamość. Rücksicht auf alte Bausubstanz brauchte er nicht nehmen. Die Stadt sollte auf freiem Feld errichtet werden. So schuf Morando die „ideale Stadt“, der er seinen (italienischen) Renaissance-Stil verlieh. Als Vorbild diente ihm die italienische Stadt Padua. Die Arbeiten begannen 1581 und 1605 konnte Morando seine „Perle der Renaissance“ an Zamoyski übergeben.
    Wir sitzen in zauberhaften Straßencafés und genießen den Blick auf  prachtvolle Kaufmannshäuser in wunderschönen Pastellfarben. Die Händler kamen sogar aus Griechenland und Armenien. Wir stehen auch vor dem Geburtshaus von Rosa Luxemburg. Mit Bahn oder Bus erreicht man die Stadt in 1,5 Std.

    Exkurs Geschichte und Politik.:

    Der ungarische König Bartody war einst im 16. Jhdt. auch König von Polen und Siebenbürgen.

    Am 15.08.1920 gab es das Wunder der Weichsel als Pilsulski die Bolschewiken schlug.

    Ein Arzt verdient 450 Euro.

    Die neue Regierung setzt auf Sozialleistungen und auskömmliche Renten. Daher hat sie auch eine große Anhängerschaft. Es gibt aber auch viele junge Leute, welche die PIS-Partei förmlich hassen. Lech Waleska versuchen die neuen Machthabe zu diskreditieren.

    Sandomierz:

    Wir beziehen das Hotel Baztowy. Die Stadt liegt auf einem Hügel und hat eine idyllische Innenstadt auf welchem gerade ein Krämermarkt mit Angeboten aus der Region stattfindet. Die Stadt wird geprägt von einer Backsteingotik-Kirche. Auch diese ist mit byzantinischer Malerei ausgestaltet. Der Ort liegt an Sam und Weichsel. Der Sam entspringt in den Südostkarpaten. Umgeben ist sie von fruchtbarem Lößboden, der von der Ukraine herein reicht. Dementsprechend werden allerlei Früchte, Gemüse und Tomaten angebaut.

    Krakau 11. Juli:

    Es ist eine wahre Königsstadt mit prachtvoller Bebauung. Sie war auch viele Jahrhunderte Königssitz und wurde entsprechend ausgebaut. Besonders beeindruckend ist der 13 m hohe Veith-Stoß-Altar in der Marienkirche. Die Figuren sind 2,5 m hoch. Stoß hatte Probleme mit einem Banker und fälschte Urkunden. Er wurde, obwohl er in Nürnberg gepfählt wurde, 90 Jahre alt.

    Am beeindruckendsten für mich ist Schindlers Fabrik, die wir nach langem Fußmarsch jenseits der Weichsel erreichen. Unterwegs stehen wir auch vor der Ghettowand. Am Abend sitzen wir noch im jüdischen Viertel, essen Piroggen und hören Klezmer-Musik.

    Rückflug 12. Juli

    Nach erlebnisreichen Tagen und voller Eindrücke, die unser Polenbild ganz neu erscheinen lassen, kehren wir wohlbehalten nach Sindelfingen zurück.

    Wolfgang Trefz / 2016

  • ISPAS-Ausflug nach Straßburg

    ISPAS-Ausflug nach Straßburg

    Reise nach Straßburg und zum Europarat am 22. März 2016 – ein Geschenk der Stadt Sindelfingen zum 20. Geburtstag von ISPAS

    Am Dienstagmorgen startete die Reisegruppe von 33 Personen mit einem Bus der Firma Hassler voll Vorfreude in einen schönen Tag. Problemlos und ohne in einen Stau zu geraten, erreichten wir Straßburg und hatten Zeit, die Stadtmitte auf eigene Faust zu erkunden.

    Straßburg im Elsass gilt als eine der schönsten Städte der Welt – nicht zuletzt wegen des Wahrzeichens der Stadt, dem berühmten Liebfrauen-Münster (frz. Cathédrale Notre-Dame), das 2015 sein 1000-jähriges Jubiläum feierte! Insbesondere der ca. 140 m hohe Turm, die Hauptfassade mit den Portalstatuen sowie die Fensterrose mit 15 m Durchmesser sind überaus imposant und sehenswert. Sehenswert sind im Inneren der Kathedrale der Engelspfeiler, die Kanzel, die Astronomische Uhr und auch die berühmte Silbermann-Orgel. Der Sakralbau (1015 wurde der Bau als romanische Kirche begonnen) ist im gotischen (1235-75) und im hochgotischen (1276-1330) Stil erbaut worden. Der Münsterplatz davor wird zu den schönsten Marktplätzen in Europa gezählt, auch weil hier zahlreiche, malerische Fachwerkhäuser mit zum Teil vier und fünf Etagen zu finden sind. Ein Prunkstück des Münsterplatzes stellt sicherlich das bekannte, reich verzierte Kammerzellhaus (frz. Maison Kammerzell) dar. Das ganze Zentrum der Stadt, auch als „Grande Ile“ bezeichnet, wurde von der UNESCO aufgrund der vielfältigen Architektur zum Weltkulturerbe erklärt. Bemerkenswert ist dabei, dass damit ein gesamtes Stadtzentrum diese Auszeichnung erhielt.

    Wir trafen uns anschließend auf dem Platz zwischen Münster und Ill und spazierten in wenigen Minuten zur Anlegestelle der Batomar-Touren. Um 11.30 Uhr begann die Bootstour im gemütlichen Boot mit Glaswänden und -dach. Audio-Informationen erklärten die Tour auf sehr informative Weise. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und zu hören. Für mich persönlich war die Bootstour wesentlich vielschichtiger und aufschlussreicher als die Stadtrundfahrt mit dem Minitrain, die ich vor einigen Monaten erleben durfte.

    Das gemeinsame Mittagessen im Restaurant ‚Au Brasseur‘, zu dem sich auch Herr Oberbürgermeister Dr. Vöhringer und Herr Horn einfanden, gehörte ebenfalls zu unserem Jubiläums-Geschenk. Es gab verschiedene ‚Flammechueche‘ und jeder konnte sich seinen Favoriten aussuchen. Auf diese Weise gestärkt und mit ausreichend Flüssigkeit versehen, brachte uns der Bus nach kurzer Fahrt ins Europaviertel und vor das Gebäude des Europarates. Es war der Tag des Attentates von Brüssel und die Sicherheitsvorkehrungen bzw. die Polizeipräsenz war größer als üblich.

    Zur allgemeinen Information einige Hinweise:

    Europarat
    Der Europarat (englisch Council of Europe, französisch Conseil de l’Europe) ist eine am 5. Mai 1949 auf Initiative des Haager Kongresses der Europa-Union von 10 Staaten durch den Vertrag von London gegründete und heute 47 Staaten (alle europäischen Staaten mit Ausnahme Weißrusslands, das den Status eines Kandidaten besitzt) mit über 820 Millionen Bürgern umfassende europäische internationale Organisation. Er ist die älteste und mitgliederstärkste zwischenstaatliche Organisation Europas. Seine Kernthemen sind der Schutz und die Förderung der Menschenrechte, der Demokratie sowie die Rechtsstaatlichkeit. Sein Ziel ist die dauerhafte Zusammenarbeit seiner Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Kultur.

    Vom Europarat gingen wichtige Impulse zur Stärkung der Menschenrechte, der sozialen Schutzrechte und der kulturellen Zusammenarbeit aus. Er verabschiedete 1950 die Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 1961 die Europäische Sozialcharta. Zur Einhaltung der Menschenrechtskonvention gründete er 1954 die Europäische Menschenrechtskommission und 1959 den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Beschlüsse des Europarates in Form von Konventionen und Abkommen sind nur für diejenigen Staaten verbindlich, die sie ratifiziert haben.

    Der Europarat ist ein Forum für Debatten über allgemeine europäische Fragen. In seinem Rahmen werden zwischenstaatliche, völkerrechtlich verbindliche Abkommen wie die Europäische Menschenrechtskonvention mit dem Ziel abgeschlossen, das gemeinsame Erbe zu bewahren und wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt zu fördern.

    Der Europarat verfügt u. a. über folgende Organe:

    • das Ministerkomitee, das Entscheidungsgremium der Organisation: Es setzt sich aus den Außenministern der 47 Mitgliedsstaaten bzw. ihren Stellvertretern, den Ständigen Vertretern/Botschaftern in Straßburg zusammen
    • die Parlamentarische Versammlung, der Motor der europäischen Zusammenarbeit, mit 636 Mitgliedern (318 Mitglieder und 318 Stellvertreter) aus den 47 nationalen Parlamenten
    • den Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates, der aus einer Kammer der Gemeinden und einer Kammer der Regionen besteht.
    • ein 1800 europäische Beamte umfassendes Sekretariat unter Leitung des von der Parlamentarischen Versammlung gewählten Generalsekretärs

    Europarat

    An unserem Besuchstag fand gerade der Kongress der Gemeinden und Regionen statt, bei dem Herr Dr. Vöhringer der Vorsitzende der deutschen Delegation ist. Bevor wir als Gäste für eine knappe Stunde der Sitzung im Plenarsaal beiwohnen konnten, wurden wir durch Herrn OB Dr. Vöhringer noch einmal herzlich begrüßt; ein kurzer Film führte alle Teilnehmenden in kurzen Sequenzen in die Arbeit des Europarates ein. Herr Dr. Vöhringer führte anschließend in die Arbeit des Kongresses der Gemeinden und Regionen ein und führte anlässlich der anschließenden Diskussion aus, dass der Kongress zwar keine Entscheidungen für die jeweiligen Heimatländer treffen könne, die Arbeit aber sehr wohl von großer Bedeutung sei, da ihre Empfehlungen an die zuständigen Politiker der Heimatländer weiter getragen werden und regionale und überregionale Absprachen bis hin zu länderübergreifenden Hilfeleistungen und Zusammenarbeit vereinbart werden. Dies ist insbesondere in der momentanen Flüchtlingskrise von eminenter Bedeutung. Abschließend bedankt sich Brigitte Stegmaier, Vorsitzende von ISPAS, bei Herrn Dr. Vöhringer sehr herzlich für das wunderbare ‚Geburtstagsgeschenk und ebenso bei Frau Eva-Maria Kocher und Herrn Nolting für die hervorragende Organisation des heutigen Tages.

    Leider ging die uns von den Organisatoren im Büro des Europarates zugebilligten Besuchszeit viel zu schnell vorbei und wir konnten die Debatte, der wir mit großem Interesse folgten, nicht bis zum Ende beiwohnen. Auch die vorgesehene Rede von Herrn OB Dr. Vöhringer konnten wir deshalb nicht mehr mit verfolgen. Da täglich tausende von Besuchern den Debatten beiwohnen wollen, muss die Zeit für einzelne Gruppen auf knapp eine Stunde bzw. 45 Minuten beschränkt werden. Ich konnte aber vom Besuchsdienst in Erfahrung bringen, dass es Privatpersonen immer möglich ist, ohne vorherige schriftliche Anmeldung den Sitzungen beizuwohnen. Dann besteht keine Beschränkung der Besuchszeit und Debatten können vollständig mit verfolgt werden. Die einzelnen Tagesordnungspunkte können der Homepage des Europarates entnommen werden.

    Unser Bus wartete direkt vor dem Gebäude des Europarates und brachte uns wohlbehalten zurück nach Sindelfingen. Ein eindrücklicher, informativer und sonniger Tag ging zu Ende.
    ISPAS ist durch die Partnerstädte und verschiedene Projekte (z. B. Jugend in Aktion) sehr eng mit dem europäischen Gedanken verbunden. In meinen Augen konnte der Besuch in Straßburg diese Gedanken erneut vertiefen und zu Diskussionen anregen.

    Abschließend noch einmal ein Dankeschön an die Stadt Sindelfingen und insbesondere Herrn Oberbürgermeister Dr. Vöhringer, die diesen spannenden Tag möglich machten.

    Gudrun Stauffer
    2. Sprecherin Schaffhausen

  • Partnerschaftsstraße am Straßenfest

    17. – 19.6.2016 Partnerschaftsstraße am Internationalen Straßenfest

    Auch in diesem Jahr war die Partnerschaftsstraße ein beliebter Treffpunkt für unsere Fans. Hier ein Beitrag der SZ/BZ vom 20.6. zu den Eindrücken auf den von uns betreuten Ständen.

  • Partnerschaftsabend zum Internationalen Straßenfest

    16.6.2016 Partnerschaftsabend

    Hier  finden Sie einen Bericht der SZ/BZ vom 18.6. über den Partnerschaftsabend im Rahmen des Internationalen Straßenfests 2016.

  • Jean-Michel Fritz zu Gast in Sindelfingen

    17.6.2016 Im Rahmen des Internationalen Straßenfests

    Zur Stärung des Partnerschaftsgedankens beehrte uns Jean-Michel Fritz wieder beim diesjährigen Internationalen Straßenfest. Die SZ/BZ fand: dies ist einen eigenen Artikel wert. Lesen Sie hier.